Was machen wir aus der Botschaft Jesu?

nativity painting of people inside a dome

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Bei seiner Lehrtätigkeit auf Erden hat Jesus sich nicht an die gängigen religiösen Klischees gehalten. Unter seinen Schülern und Begleitern fanden sich Menschen, die andere als hoffnungslose Fälle bezeichnet hätten.

Im Alten Testament lesen wir die Geschichte, als der Prophet Samuel gesandt war, einen der Söhne Isais zum zukünftigen König zu salben. Gott hatte sich ausgerechnet den Jüngsten ausersehen, der nicht einmal zugegen war, als Samuel kam. In dieser Geschichte heißt es dann: „Der Mensch sieht was vor Augen ist, aber Gott sieht das Herz an.“ (Vgl. 1. Samuel 16,7).

Wie hat eigentlich Jesus die Menschen eingeschätzt, mit denen er zu tun hatte? Das Gleichnis Jesu über den Sämann und das vier-fache Ackerfeld scheint eine Antwort auf diese Frage zu geben. Jesus erzählt von dem Samen, der auf vier unterschiedlich beschaffene Böden ausgestreut wurde. Jesus beschreibt, was dort jeweils mit dem Saatgut geschah. (Vgl. Matthäus 13,1-23)

Juli 2014 203hellerMOPT

Schon in früheren Beiträgen habe ich erwähnt, dass Jesus die Verkündigung des Wortes Gottes mit dem Ausstreuen von Samen vergleicht. In verschiedenen Gleichnissen spricht Jesus über Samen, der ausgesät wurde.

In Matthäus 11,28 in der Lutherübersetzung findet sich das Wort: alle. Jesus lädt auch Menschen zu sich ein, die in unseren Augen vielleicht keine Chance hätten. Er hat sich um Leute gekümmert, die wussten, dass sie gegen göttliche Gebote verstoßen hatten. Er macht unseren Lebenswandel nicht zur Vorbedingung.

Jesus ist auch auf Menschen eingegangen, die sich in den Augen der Gesellschaft, zu sehr mit der römischen Besatzungsmacht eingelassen hatten. Auch heute gilt der Ruf Jesu allen, egal welche politischen Vorlieben jemand hegt.

Immer wieder hat Jesus sich über religiöse Bewertungen und Maßstäbe hinweggesetzt. Er sagte, er sei von Gott zu den Verlorenen des Hauses Israel gesandt. Ein Arzt müsse für die Kranken da sein, nicht für die Gesunden. (Vgl. Lukas 5,31+32).

Als seine Jünger mit Jesus alleine waren, wollten sie, Jesus solle ihnen das Gleichnis vom Sämann erklären. Jesus sagte ihnen, der Same sei das Wort Gottes. Die von ihm beschriebenen Bodenbeschaffenheiten standen für Arten wie Menschen auf die Verkündigung seiner Botschaft reagieren können.

Jesus fragte danach, was die Leute aus seiner Botschaft machten. Er setzte sich über gängige Vorurteile hinweg. Ihn interessierte die Herzenseinstellung der Menschen.
Im Alten Testament heißt es: Der Mensch sieht was vor Augen ist, aber Gott sieht das Herz an. Auch Jesus hat sich nach dieser Maxime gerichtet.

Können wir eigentlich ohne weiteres einschätzen wie andere Menschen in ihrem Herzen denken? Ich würde sagen, manchmal ja, manchmal nein.

Kann ein Mensch klar erkennen, ob andere auf die Botschaft Gottes eingehen? Menschliche Erkenntnis ist Stückwerk. Zuerst müssen wir danach fragen, inwieweit wir selbst auf Gottes Wort hören und daraus lernen. Nur wer selber von Jesus lernt, wird sich darüber freuen, wenn er (oder sie) sieht oder erahnt, dass andere auch anfangen, diesen Weg zu gehen!

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