Über Bibelworte nachdenken und Ruhe finden

person holding opened book

Photo by Eduardo Braga on Pexels.com

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.“ (Hebräer 4,12/Luther 1984).

Kürzlich habe ich etwas Neues entdeckt. Ich habe obigen Vers im Zusammenhang gelesen. In diesem Vers geht darum, welche Auswirkungen es für uns haben kann, wenn wir uns mit Bibelworten beschäftigen und darauf eingehen. Im vorangehenden Abschnitt geht es um Ruhe. Der Verfasser des Hebräerbriefes komm zu dem Schluss: „Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.“ (Hebräer 4,9).

Jahrhunderte zuvor konnten die Israeliten sich nach einer langen Wüstenwanderung zur Ruhe setzen und sesshaft werden. Gott hatte ihnen Ruhe verheißen und ihnen geholfen, dieses Land zu erobern. Inzwischen war viel Zeit vergangen. Hatten sie noch etwas von Gott zu erhoffen? Oder waren die damaligen Ereignisse schon die letzte Erfüllung von allem was Gott dem Volk Israel jemals verheißen hatte?

Nein. Hier können wir lesen, Gott ist noch nicht am Ende mit seinen guten Plänen und Absichten für sein Volk. Es gibt noch etwas zu hoffen, für alle die sich auf Gottes Botschaft einlassen und die ihm vertrauen.

Auch Jesus hat Menschen dazu eingeladen, Gott zu vertrauen und ihr Leben nach seinen Worten auszurichten. Jesus sagt: Bei Gott kann man Ruhe finden.

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Matthäus 11,28+29).

Seit einiger Zeit habe ich mich auf diesem Blog viel mit den Worten Jesu: „…lernet von mir… so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ auseinandergesetzt. Von Jesus lernen ist ein Weg um die Ruhe zu erleben, die Gott uns verheißt.

Freilich habe ich den Hebräerbrief auch früher schon gelesen. Etwa von Kapitel 3,7 bis Kapitel 4,11 geht es um die von Gott versprochene Ruhe. Auch den zwölften Vers habe ich schon gekannt. Mir ist aber kürzlich aufgefallen, dass Vers 12 nach diesem Abschnitt über Ruhe kommt. Demnach gibt es auch im Hebräerbrief einen Zusammenhang zwischen erlebter (oder zu erlebender) Ruhe und dem Lernen aus der Bibel.

Das Wort Gottes wird hier mit einen beidseitig geschliffenen Schwert verglichen, mit dem man beispielsweise Knochen und Mark voneinander trennen könnte. Das Wort Gottes hat Kraft, es ist wirksam und präzise.

Das Wort Gottes ist ein „Richter der Gedanken und Sinne des Herzens“. Wer ernsthaft und ehrlich über Bibelworte nachdenkt, hat die Möglichkeit über seine eigenen Vorstellungen und Absichten nachzudenken. Was treibt mich an? Warum möchte ich das was ich erstrebe?

Wer auf diese Weise von Jesus lernt, ist auf einem guten Weg, um innerlich ruhiger zu werden. Jesus ist „sanftmütig und von Herzen demütig“. Seine Liebe macht Mut, um dazuzulernen. Seine Liebe ermöglicht, dass wir unser Leben neu ausrichten.

IMG_3047HellerMOPT