Wie kann man Ruhe finden? (Teil 4) – Die Frage nach dem persönlichen Gottesbild

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Wer sich mit Seelsorgethemen beschäftigt, wird früher oder später mit der folgenden Problemstellung konfrontiert werden: Jemand hat negative Erfahrungen mit seinem eigenen Vater gemacht und hat deshalb emotionale Blockaden, wenn es darum geht, Gott als dem himmlischen Vater zu vertrauen. Mit anderen Worten: Menschen übertragen die Gefühle, die sie ihrem irdischen Vater gegenüber hatten, auch auf den Vater im Himmel.

Christliche Seelsorgevereine könnten für solche Probleme unterschiedliche Methoden anbieten. Gespräche könnten helfen. Andere würden auch Methoden aus der Psychotherapie einsetzen. Das Ziel wäre jeweils, dass der Klient innerlich und emotional freier wird. Das könnte auch dazu führen, dass der Betroffene fröhlicher und entspannter glauben lernt.

Charismatisch geprägte christliche Gruppen würden Gläubigen anbieten, dass sie mit ihnen um „Innere Heilung“ beten möchten. Jesus hat Menschen von körperlichen Gebrechen geheilt. Wir dürfen ihn auch bei emotionalen Problemen um Heilung bitten.

Auch Menschen zur Zeit Jesu hatten Probleme, wenn es darum ging, Gott zu vertrauen. Jesus erkannte, dass viele von ihnen „mühselig und beladen“ waren. Er lädt jeden einzelnen von ihnen ein, sie können bei Gott Hilfe finden: „Kommt her zu mir , alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28/Luther 1984).

Wir dürfen zu Jesus kommen, so wie wir sind. Wir dürfen zu ihm beten, selbst dann, wenn unverarbeitete emotionale Probleme uns das schwer machen sollten.

„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes.“ (Römer 10,17/Luther 1984). Wir können glauben lernen, indem wir uns mit der Heiligen Schrift befassen.

Wenn wir in der Bibel sehen, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist und wie Gott im Alten Testament Gebete erhört hat, darf uns das Mut machen, auch selber zu beten. Jesus betont, dass bei Gott Hilfe zu finden ist.

In Matthäus 11,29 sagt Jesus, dass man bei Gott Ruhe finden kann. Ich bin davon überzeugt, dass der Glaube an Gott auch angesichts von psychischen Problemen und innerer Unruhe helfen kann.

Hier ist nun mein vierter Beitrag zur Frage wie man Ruhe finden kann. Ich gehe jeweils auf Antworten ein, die sich für mich aus Matthäus 11,28-30 ergeben.

Jesus glaubt, dass wir bei ihm Ruhe finden können. Dabei verweist er darauf, dass er selbst sanftmütig und von Herzen demütig ist. (Vgl. Matthäus 11,29).

Wenn wir Jesus die Chance geben, uns zu zeigen, wer und wie er wirklich ist, dann können wir lernen, Gott auf neue Weise zu vertrauen. Vertrauen auf Jesus kann uns helfen, angesichts vielfältiger Schweirigkeiten innerlich vergleichsweise ruhig zu bleiben.

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