Gute Erziehung und der/die Erziehende

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Ein Erdmännchen in der Wilhelma Stuttgart bewacht seinen Bau. Diesen Tieren ist es wichtig, ihre Jungen zu schützen.

 

Heute komme ich zu Sprüche 29,17. Das ist der nächste Vers, den mir eine Internetkonkordanz ausgespuckt hat. Auch in diesem Vers kommt das Wort ‚erquicken‘ vor. Aus diesem Grund bin ich an die Luther Übersetzung 1984 gebunden. Für einen Teil des Verses würde ich hier lieber andere Übersetzungen verwenden, denn das erste Wort des Verses in Luther 84 wird leicht missverstanden.

„Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Freude machen und deine Seele erquicken.“ (Luther 1984) Ansonsten hat mir die Übersetzung von „Neues Leben. Die Bibel“ gut gefallen. Diese Übersetzung kommt auch der englischen King James Übersetzung von 1611 ziemlich nahe: „Weise dein Kind zurecht und es wird dir Freude und Zufriedenheit bereiten.“

Das Wort „züchtigen“ weckt allerlei grausige Assoziationen bezüglich Gewalt gegen Kinder. Gerade das wäre sehr kontraproduktiv. Es geht hier nicht darum, dass Kinder erniedrigt und eingeschüchtert werden, sondern dass sie etwas fürs Leben lernen.

Da meine Beiträge üblicherweise nicht länger als eine DinA4-Seite (reiner Text) sind, habe ich hier kaum die Möglichkeit, um Erziehungsmethoden zu diskutieren oder zu erklären. Wichtig ist aber das Ergebnis: Wenn ein Kind bestimmte Dinge tut, soll es angeleitet werden, über sein Handeln nachzudenken und erkennen, was richtiger wäre.

Das wirft natürlich sofort eine andere Frage auf, die nicht so leicht beantwortet werden kann: Was ist eigentlich richtig? Welche Werte sind verbindlich?

Dabei werden Eltern, Erzieher oder andere, die mit Kindern zu tun haben auch an ihre eigenen Grenzen stoßen. Was der Erwachsenen für sich selber nicht als verbindlich ansieht, wird er schwer seinen Kindern vermitteln können. Jemand hat gesagt: „Die beste Erziehung nützt nichts, die Kinder machen uns sowieso alles nach.“

Es gibt Dinge, auf die man je nach Alter eines Kindes besonders achten sollte. Für kleinere Kinder ist es wichtig, dass sie nie alleine auf die Straße gehen, weil sie die Gefahren noch nicht einschätzen können. Größere Kinder, die gelernt haben genau aufzupassen, ob ein Auto kommt, kann man da getrost mehr Freiheit lassen.

In der Bibel geht es freilich um den Glauben an Gott und das Halten seiner Gebote. Ehrlichkeit und Rücksichtnahme sind wichtige Werte.

Was wir die ganze Zeit mit Kindern reden spielt eine wichtige Rolle. Daraus lernen sie was uns wichtig ist im Leben. Manchmal lernen sie vielleicht auch Dinge, die wir eben nur so daher sagen.

Erziehung ist ein wichtiges Thema. Es ist nicht leicht, in kurzen Worten das wesentliche zu sagen und dabei auch noch verstanden zu werden.

Ich möchte mit einem sehr allgemeinen Gedanken abschließen: Kinder zu erziehen erfordert Einsatz. Von nichts kommt nichts.

Kinder sind Kinder. Man kann nicht erwarten, dass sie von selber alles wissen und sich erwünschte Verhaltensmuster aneignen. Es gibt sehr vieles wovon kleine Kinder überhaupt keine Ahnung haben.

Wenn Erziehung gelingt, ist das für die Eltern eine Quelle der Freude und Erquickung. Wir dürfen auch Erziehungsaufgaben im Gebet vor Gott bringen und Kinder auf den hinweisen, der uns erquicken möchte: Jesus Christus.

 

PS. Wer möchte kann in diesem Zusammenhang gerne zwei ältere Beiträge von mir nochmals oder erstmals nachlesen. In beide Posts habe ich Gedanken über Erziehung einfließen lassen:

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.