Pfingsten und der Heilige Geist

Mai 2012 001MOP

„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. … Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen.“ (Johannes 16,13+14).

 

Im Johannesevangelium finden wir drei Kapitel, in denen Jesus speziell mit seinen Jüngern spricht. Jesus bereitet seine Jünger auf die Schwierigkeiten vor, die kurz darauf kommen sollten. Die Kapitel 13 bis 17 werden auch als Jesu Abschiedsreden bezeichnet. Gleich im 18. Kapitel lesen wir von Jesu Gefangennahme und danach von seinem Leiden, seiner Kreuzigung, von seinem Tod und seiner Auferstehung.

Freilich waren es spannungsvolle und schwere Tage für die Jünger, als ihr Lehrer und Meister von ihnen genommen wurde. Es war nicht nur die äußerliche Gefahr, sondern irgendwie war es auch für sie, als ob eine Welt über ihnen zusammenbrach. Große Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt hatten, wurden allem Anschein nach zunichte.

Als Jesus auferstanden war, erschien er seinen Jüngern mehrfach während der vierzig Tage bis zu seiner Himmelfahrt. Dann entschwand er vor ihren Augen und die Zeit, in der sie sich einfach von Mensch zu Mensch mit Jesus unterhalten konnten, war nun endgültig zu Ende.

Jesus hatte sie auf diese Trennung vorbereitet. Er sagte ihnen, er wolle den himmlischen Vater bitten und der Vater würde ihnen den Heiligen Geist senden. Als Jesus in den Himmel auffuhr, sagte er ihnen zuerst noch, sie sollten in Jerusalem bleiben und warten, bis ihnen der Geist Gottes gesandt würde. Diese Verheißung erfüllte sich zehn Tage später an Pfingsten.

Pfingsten war ein jüdisches Fest, das fünfzig Tage nach dem Passahfest gefeiert wurde. Dazu kamen viele Menschen nach Jerusalem.

Am Pfingsttag hatten die Jünger ein besonderes Erlebnis. Lukas berichtet davon mit den folgenden Worten: „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt wie von Feuer und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apostelgeschichte 2,2-4).

Viele, die zu der Zeit in Jerusalem waren, hatten von diesem Brausen auch etwas gemerkt und sie wollten gerne wissen, was es damit auf sich habe. Schließlich stand Petrus auf und redete zu der Volksmenge über dieses Ereignis und über Jesus, der ja erst vor kurzem öffentlich hingerichtet worden war. Er bezog sich dabei auf alttestamentliche Worte und Voraussagen über den Messias.

Aber was hat das Pfingstfest für uns zu bedeuten? Ich möchte einmal sagen, verglichen zu den damaligen Nachfolgern Jesu haben wir einige Nachteile.

Diese Menschen kannten die alttestamentlichen Schriften. Sie hatten Jahre mit Jesus verbracht, in denen er sie über vieles belehrt hatte. Sie hatten viele Wunder und Zeichen miterlebt.

Wir leben zweitausend Jahre später und viele haben sich vom christlichen Glauben verabschiedet. Wer heute Jesus nachfolgen möchte, braucht den Heiligen Geist. Wir dürfen Gott darum bitten, dass der Heilige Geist uns Jesus groß macht, wenn wir in der Bibel lesen und wenn wir versuchen anzuwenden, was wir gelernt haben. Jesus hat gesagt, der Heilige Geist würde ihn verherrlichen.

Wer mehr über das Pfingstereignis erfahren möchte, kann hier Apostelgeschichte 2 nachlesen.

Hier geht es zu Johannes 16 und zu Jesu Worten über das Wirken des Heiligen Geistes.

Ich möchte meine Leser gerne einladen: Lest obige Kapitel und betet darum, dass der Heilige Geist euch Jesus groß macht und an Euren Herzen wirkt!