Advent

Reise z. 3.Advent 2011 012MOP

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Dann steht das Christkind vor der Tür.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartungen. Das lässt sich unschwer an einigen unserer Adventsgebräuchen erkennen. Schon am ersten Advent haben wir einen Adventskranz mit vier Kerzen. Wir sehen alle vier, aber wir zünden erst eine davon an.

Auch der Adventskalender zeigt, dass wir auf etwas warten. Kinder öffnen an jedem Tag im Dezember ein Türchen. Schließlich kommt an Weihnachten ein ganz besonderes Türchen.

Aufgrund der Schriften des Alten Testaments hatten die Juden viele Erwartungen. Gott hatte versprochen, ihrem Volk Gutes zu tun. Unter anderem wollte er ihnen einen Propheten erwecken so wie Moses einer war.

Viele Verheißungen haben sich im Kommen Jesu Christi erfüllt. Beispielsweise hatte der Prophet Micha der Stadt Bethlehem eine besondere Bedeutung vorausgesagt: „Und du Bethlehem, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“ (Micha 5,1/Luther ’84).

Auch im Neuen Testament hat Gott den Gläubigen vieles verheißen. Wir sollen an der Hoffnung festhalten. Eines Tages wird Jesus Christus wiederkommen und Recht und Gerechtigkeit unter den Menschen aufrichten.

Im Glaubensbekenntnis heißt es über Jesus Christus: „Er sitzt zur Rechten Gottes. Von dort wird Er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.“

Wer Jesus Christus vertraut und sein Leben ihm weiht, darf schon jetzt viele Segnungen erfahren. Trotzdem ist das Leben eines Christen jetzt noch auch von Leid gekennzeichnet. Einst wird Gott das ändern. Er wird bei den seinen wohnen und alle Tränen von ihren Augen abwischen. (Vgl. Offenbarung 21,3-4).

Bis dahin sollen wir in froher Erwartung leben. Wir sollen auf Gottes Heil hoffen.

Die Adventszeit ist die Zeit im Kirchenjahr, in der wir uns daran erinnern, dass wir auf Gottes Kommen und auf sein Heil warten. „Advent“ kommt von dem lateinischen Wort für Ankunft.

„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ (Römer 12,12/Luther ’84).

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Gedanken zu Feiertagen und Festen im Jahreslauf