Dem Herrn einen Weg bereiten

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Jetzt kommt schon der dritte Advent. Es ist nicht mehr lange bis Weihnachten. An Weihnachten feiern wir das Kommen des Herrn zu uns Menschen auf diese Erde. Er selbst kam zu uns und insbesondere zu seinem Volk Israel. Er wurde als kleines Kind geboren.

Der Wochenspruch zum dritten Advent stammt aus dem vierzigsten Kapitel beim Propheten Jesaja. Diese Worte lassen mich unwillkürlich an die Botschaft Johannes des Täufers denken, der ja den Auftrag hatte, dem Herrn den Weg zu bereiten und sein Kommen anzukündigen:

„Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.“ (Jesaja 40,3+10).

Dieser Spruch enthält Teile aus zwei verschiedenen Versen. Diese sind durch Strichpunkt voneinander getrennt. Es empfiehlt sich, die ganzen Verse nachzulesen oder noch besser den ganzen Abschnitt.

Jesaja 40,1-11 ist für meine Begriffe ein sehr eindrücklicher und selbstredender Text. Ich hätte gute Lust, alle Verse hier wiederzugeben. Ist nicht der Bibeltext selber manchmal mehr wert als viele Erklärungen? Andererseits möchte ich auch die übliche Länge meiner Beiträge nicht überschreiten.

„Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden, denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des Herrn Mund hat’s geredet.“ (Jesaja 40,3-5).

„Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohem Berg: Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der Herr! Er kommt gewaltig und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinem Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.“ (Jesaja 40,9-11).

Das Wort Advent bedeutet Ankunft. Wir denken an das Kommen des Herrn.

Wir werden aufgefordert dem Herrn einen Weg zu bereiten. Es liegt an uns, dass wir uns auf Gott besinnen und uns von verkehrten Wegen abwenden. Wir dürfen uns neu an Gottes Geboten orientieren. Wir können Gottesdienste besuchen und feiern.

Aber das ist nur die eine Seite. Den obigen Text einmal wörtlich genommen, wurden die Menschen dazu aufgefordert in der Wüste und Steppe eine qualitativ hochwertige Straße zu bauen. Ich selber habe mit Straßenbau nichts zu tun. Ich habe auch keine besonderen Kenntnisse darüber wie viel Aufwand es damals gekostet hat eine Straße zu bauen. Nun ja, es wird schon ziemlich Arbeit gewesen sein. Schließlich hatten die Leute zur Zeit Jesajas keine Planierraupen und keine Bagger zur Verfügung. Aber was, wenn eine Straße jahrelang gebaut wird, und sie dann nie benutzt wird?

Die gute Nachricht ist, dass der Herr kommt. Er hat die seinen nicht vergessen.

Deshalb lohnt es sich, dass wir uns neu auf Gott ausrichten und uns an seinen Geboten orientieren. Der Herr kommt, um sich liebevoll um die zu kümmern, die ihm vertrauen.

Eines Tages wird er mit Macht (wieder)kommen. Wer darauf vorbereitet ist, wird dann Ruhe finden.

 

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.