Die Verheißung der Ruhe: Ein Blick in Hebräer 4

Das Land der Verheißung

„Es ist also noch eine ‚Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.“ (Hebräer 4,9 Luther 1984).

Hier ist eine weitere Bibelstelle, in der von Ruhe die Rede ist. Der Vers entstammt dem vierten Kapitel des Hebräerbriefes. In diesem Kapitel finden sich einige wichtige Gedanken über die Ruhe, die Gott denen verspricht, die ihm vertrauen.

Der Verfasser des Hebräerbriefes schrieb an Gläubige hebräischer (sprich: jüdischer) Abstammung. Im vierten Kapitel denkt er über Verse aus dem 95. Psalm nach.Der Psalm bezieht sich auf ein Ereignis während der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Kundschafter hatten das von Gott versprochene Land aufgesucht. Aufgrund der Berichte der meisten Kundschafter verloren die Israeliten den Mut. Sie vertrauten Gott nicht. Sie verloren das Interesse am Land, das Gott ihnen versprochen hatte.

Jahrhunderte später werden Gläubige im 95. Psalm aufgefordert, Gott zu vertrauen. Sie sollten ihr Herz nicht verhärten, wenn Gott zu ihnen spricht. Aufgrund dieser Aussage betont der Schreiber des Hebräerbriefes:Josua führte das Volk Israel in das verheißene Land. Nach einer langen Wüstenwanderung konnten die Israeliten sesshaft werden und sich in diesem Land zur Ruhe setzen. Doch damit hatte sich die Verheißung göttlicher Ruhe noch nicht ganz erfüllt. Sonst würde der 95. Psalm nicht dazu auffordern, „heute“ offen für Gottes Reden zu sein.

Wenn wir Gottes verheißene Ruhe erleben möchten, genügt es nicht, in der Bibel zu lesen. Es ist wichtig, dass wir auf Gottes Reden hören und darauf eingehen. Es ist wichtig, dass wir Gott vertrauen. Wir müssen an Gott glauben.

Hier noch ein paar Verse aus dem vierten Kapitel des Hebräerbriefes nach der Übersetzung „Hoffnung für alle“:

„Deshalb müssen wir alles daran setzen, das Ziel nicht zu verfehlen. Denn Gottes Zusage, uns seine Ruhe zu schenken ist noch nicht erfüllt. Auch uns gilt ja diese gute Botschaft, die Gott unseren Vorfahren gab. Ihnen freilich nutzte dies nichts; denn sie haben Gottes Zusage zwar gehört, aber sie vertrauten Gott nicht. Doch wir, die wir ihm vertrauen, werden in sein Reich des Friedens kommen. …“ (Hebräer 4,1-3)

Der Verfasser des Hebräerbriefes verknüpft diese Gedanken auch mit der Schöpfungsgeschichte. Dort heißt es, dass Gott am siebenten Tag, nachdem er alles geschaffen hatte, von seinen Werken ruhte.

Wenn Gott uns nun Ruhe verheißt, möchte er uns dahin führen, dass auch wir von unseren Werken ruhen. Wir werden nicht durch unsere eigenen Anstrengungen und Werke gerettet. Wir werden erlöst, wenn wir Gottes Wirken vertrauen. Dazu müssen wir zuerst auf Gottes Worte hören.

Wer denkt, die Botschaft Gottes habe für uns im 21. Jahrhundert keinen Wert mehr, verabschiedet sich von den Verheißungen Gottes. Wer aufhört, Gott zu vertrauen, wird viel Gutes, das Gott schenken möchte, nicht erleben.

„Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ (Hebräer 4,7b Luther 1984).

(Das Beitragsbild wurde mit KI generiert.)