Gemeinde Philadelphia: Die Kraft der Brüderlichkeit

Heute komme ich zum Sendschreiben an die Gemeinde in Philadelphia. Schon der Name der Stadt Philadelphia vermittelt eine wichtige geistliche Botschaft.

In „Philadelphia“ stecken die griechischen Wörter „philia“ und „adelphos“. Das Wort „philia“ wird mit „Liebe“ übersetzt, das Wort „adelphos“ mit „Bruder“. Somit erinnert uns der Städtename „Philadelphia“ an freundschaftliche Beziehungen zwischen Brüdern.

Dazu fällt mir ein alttestamentlicher Psalm ein:

„Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupt Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der Herr den Segen und Leben bis in Ewigkeit.“ (Psalm 133).

Gott verspricht Segen, wenn Glaubensschwestern und Glaubensbrüder einträchtig beieinander wohnen. Gott verspricht ewiges Leben.

Wir erfahren nicht viel über die Gemeinde in Philadelphia. Doch aus dem Sendschreiben geht offensichtlich hervor, dass Gott dieser Gemeinde Segen verheißt!

Jesus lässt ihnen sagen:

„…denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.“ (Offenbarung 3,8b).

Wenn Gemeindemitglieder einträchtig zusammen sind, ist es viel leichter für sie,das Wort und die Botschaft Gottes zu bewahren. Hingegen wo es Streit und Eifersucht in einer Gemeinde gibt, können so viele andere Dinge wichtiger werden als das Wort Gottes.

Jesus spricht nochmals vom Bewahren seines Wortes:

„Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren…“ (Vers 10a).

Geduld hat mit dem Ertragen von Schwierigkeiten zu tun, Dranbleiben trotz Problemen. Geduld heißt, sich durch Widerwärtigkeiten nicht vom Weg abbringen zu lassen. Geduld bedeutet auch angesichts von Problemen auf Gott zu vertrauen und auf ihn zu harren.

Heute möchte ich mit drei LIedstrophen von Johann Friedrich Raeder (1815-1872) schließen. Mit diesem LIed können wir uns gegenseitig ermutigen, auf Gott zu vertrauen:

„Harre meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Sei unverzagt, bald der Morgen tagt, und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach! In allen Stürmen, in aller Not, wird Er dich beschirmen, der treue Gott.“

„Harre meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, rett auch meine Seele, Du treuer Gott!“

„Harre meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Bald höret auf unser Pilgerlauf, und die Klagen schweigen, Jesus nimmt uns auf. Nach allem Leiden, nach aller Not folgen ewige Freuden; gelobt sei Gott!“

Bilder: „Und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach!“

(Alle Bilder in diesem Beitrag wurden mit WordPress.com KI generiert. Alle Bibelzitate entstammen der Luther-Übersetzung 1984. Das zitierte Lied habe ich dem „Pfingstjubel“ entnommen.)