Jesus ist ein sanftmütiger Lehrer!

Mai 2012 053

„Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern, aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen.“ (Matthäus 23,4/Luther 1984).

Jesus spricht über die Pharisäer und Schriftgelehrten seiner Zeit. Sie waren die Ausleger des Gesetzes, das Mose im Auftrag Gottes einst gegeben hatte.

Jesus sagte seinen Zuhörern, sie sollten sich an die Dinge halten, die diese Gesetzeslehrer lehrten. Schließlich konnten sie so Gottes Gebote lernen. Jedoch bedauerte Jesus, die Leute sollten das Verhalten dieser Lehrer besser nicht nachahmen. (Verse 2+3).

Diesen Lehrern ging es viel zu sehr darum, ihre eigene Position als Lehrer hervorzuheben und zu festigen. Man könnte auch sagen, sie bemühten sich, ihren Einfluss und ihre Macht zu erhalten.

„…aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln, denn sie sagen’s zwar, tun’s aber nicht.“ (Vers 3b). „Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden…“ (Vers 5a).

Diese Gesetzeslehrer bemühten sich sehr, sich selbst als tiefreligiös und fromm zu präsentieren. Sie wollten bewundert und respektiert werden.

Dabei gingen sie anscheinend recht streng mit denen um, die auf sie hörten. Sie verstanden es, ihre Zuhörer, durch Gebote und Auflagen zu beschäftigen.

Ähnlich wie ein Gutsherr mit seinen Sklaven umgehen könnte, ließen sie ihre Untergebenen schwere Lasten auf ihren Schultern transportieren. Sie selber standen daneben und passten auf, vielleicht frei nach dem Motto: Du arbeitest und ich trage die Verantwortung.

In diesem Kapitel findet sich kein Hinweis darauf wovon die Pharisäer und Schriftgelehrten lebten. Vielleicht bezogen sie zum Teil auch Einkünfte aus Abgaben der einfachen Leute.

Sie waren etwas Besseres und sie sagten den Gläubigen wo es lang ging. Dabei konnten sie ihren Schülern keine wirkliche Perspektive geben. Jesus wirft ihnen vor, sie hätten den Menschen den Weg ins Himmelreich verschlossen, und ihnen nicht den Weg dorthin zu gezeigt. (Vers 13).

Sie legten den Menschen religiöse Pflichten auf. Aber das half nur sehr bedingt, um Gott wirklich näher zu kommen.

Manche fragen sich, ob Religion krank machen kann. Das Tragen von schweren Lasten ohne Aussicht, jemals das Ziel zu erreichen, kann jedenfalls sehr ermüden.

Jesus fordert seine Zuhörer auf, sie sollten auf seine Lehre achten. Er versucht nicht seine Schüler klein zu halten. Er ist „sanftmütig und von Herzen demütig“. (11,29)

Seine Korrekturen und Zurechtweisungen sind nicht nur ein PR-Gag! Was er lehrt, sagt er nicht nur, um sich selber in ein gutes Licht zu rücken.

Jesus kennt auch unsere menschlichen Grenzen. Er sagt, er möchte uns einen gangbaren Weg aufzeigen.

Er fordert uns auf, ganz ehrlich zu werden. Er möchte, dass wir so zu ihm kommen wie wir wirklich sind. Er ist bereit uns zu vergeben und uns den Weg in ein neues Leben zu weisen. Er kann sagen: „…lernt von mir, … so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Matthäus 11,29).

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Hier das genze Kapiter 23 aus dem Matthäusevangelium nachlesen. Bitte ankllicken.

4 Gedanken zu „Jesus ist ein sanftmütiger Lehrer!

  1. Ruhe ist wirklich so etwas Kostbares! So oft versuchen wir durch emsiges Treiben, uns irgendetwas vor Gott zuerarbeiten, aber genau das ist die Last von Religiösität! Der Weg zu Gott führt durch seine Gnade, d.h. sein unverdientes Geschenk, und ich denke, dass das mit dem letzten Vers gemeint ist. Wenn wir von Jesus, der die Gnade in Person ist, lernen, dann erkennen wir, dass wir uns nichts verdienen können und kommen zur Ruhe!
    Ich mag den Titel von deinem Blog: „Christen finden Ruhe“…allein das Lesen bringt einen schon ein bisschen runter 😉

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  2. Wenn ich mir Zeit nehme, um auf Jesus zu hören und zu beten, werde ich innerlich ruhiger. Ein Ziel meines Blogs ist, zu erarbeiten, welche Hilfen der christliche Glaube bietet, um zur Ruhe zu kommen. Ich freue mich, wenn der Titel meines Blogs Gefühle und Erwartungen auslöst. Ich hoffe, dass was ich schreibe, meine Leser auch tatsächlich auf „gute“ und hilfreiche Gedanken bringt. Danke fürs Lesen und Kommentieren!

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  3. Ruhe ist unser Schlüssel zum Sieg! Deshalb super, dass du dich damit auseinandersetzt! In Jesus finden wir Ruhe und in der Ruhe erkennen wir, wer wir wirklich sind! Und wenn wir erkannt haben, wer wir wirklich sind, dann können wir dieser Welt unseren Stempel aufsetzen und Gottes Wirken offenbaren!

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