Mit Lasten und Belastungen fertig werden.

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„Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ (Psalm 68,20/Luther 1984).

Dieser Vers ist einer der fettgedruckten Verse in der Lutherbibel. Die Worte sind prägnant formuliert.

Es ist eine Tatsache, dass wir in diesem Leben viele Lasten zu tragen haben. Es gibt schwere Aufgaben, Herausforderungen, aber auch Leid und Krankheit.

Es gibt Dinge, die uns nicht in den Kram passen. Manchmal passieren Ereignisse, die uns zutiefst erschüttern.

Die Frage ist: wie soll man mit solchen Situationen umgehen? Wie kann man damit fertig werden und das Beste daraus machen?

Es scheint geradezu zu einer religiösen Gepflogenheit geworden zu sein, dass viele bei gegebenem Anlass fragen: Warum lässt Gott das zu? Andere, die über das Leid in unserer Welt nachdenken, bezweifeln, dass Gott überhaupt ein liebender Gott ist.

Verglichen zu uns im wohlbehüteten Deutschland mussten die Israeliten zu alttestamentlichen Zeiten mit sehr vielen Widerwärtigkeiten und Problemen fertig werden. Es gab Hungersnöte, Dürrekatastrophen und Angriffe durch feindlich gesonnene Völker.

Dieser Psalm stammt von David. Davids Glaube zeichnet sich dadurch aus, dass er es gelernt hat, gerade in Schwierigkeiten auf Gottes Hilfe zu hoffen. Er bewundert die Größe Gottes. Er vertraut darauf, dass der Herr sich für diejenigen einsetzt, die sich auf Gottes Seite stellen.

David weiß um Probleme und Schwierigkeiten. Er schreibt keine theologisch-philosophische Abhandlung über den Ursprung des Leides in dieser Welt. Aber er nimmt die Lasten, die er zu tragen hat als aus Gottes Hand.

Davids Einstellung hat einen großen Vorteil. Weil er sein Leid aus Gottes Hand angenommen hat, ließen ihn seine Schwierigkeiten bereits wieder an den Gott, der helfen und die Not wenden kann.

„Gelobt sei der Herr täglich, Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ – Diese Verse wurden zunächst in Hebräisch geschrieben. Es gibt auch hier verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten.

Manche moderneren Übersetzungen stellen Gottes Hilfe viel mehr in den Vordergrund als der Luthertext. In der „Hoffnung für alle“-Bibel, beispielsweise, heißt dieser Vers: „Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Lasten. Gott ist unsere Hilfe.“

Egal woher unsere Lasten kommen, auch Jesus lädt uns ein, dass wir uns angesichts unserer Nöte an ihn wenden. In Matthäus 11,28 sagt er: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Im neunundzwanzigsten Vers werden wir aufgefordert, das Joch Jesu auf uns zu nehmen. Manche verstehen das als eine Aufforderung, Leid und Schwierigkeiten als aus Gottes Hand anzunehmen.

Wie auch immer, Jesus ermutigt alle, die sein Joch aufgenommen haben, von ihm zu lernen. Wer von Jesus lernt, wird Ruhe finden für seine Seele. Er lässt seine Gläubigen nicht alleine. Er schenkt Kraft und hilft, Lasten zu tragen. Er kann auch Nöte zum Guten wenden, so wie es David einst erlebt hat.

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5 Gedanken zu „Mit Lasten und Belastungen fertig werden.

  1. Danke für deine wertvollen Worte und die „Querverbindungen“.
    Ich persönlich bin wieder auf die Drei „D´s“ gestubst worden – wobei zu deinem Text und Aspekt wohl Demut und Dankbarkeit am sinnigsten passen. Aus meiner persönlichen wie subjektiven Erfahrung macht mir vor allem das Danken mein „Joch“ leichter.

    Alles Liebe,
    Raffa.

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