Eine Lebensperspektive in Krisenzeiten

 

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„Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“ (Habakuk 2,4/Luther 1984).

Die Propheten im Alten Testament haben oft darauf hingewiesen, dass für das Volk Israel auch schwere Zeiten kommen konnten. Wie wird es jedem einzelnen ergehen, wenn beispielsweise ein Feind die Oberhand gewinnt? Der eingangs zitierte Vers antwortet auf diese Frage.

Das Wort „halsstarrig“ bezieht sich auf die Art und Weise wie Menschen mit Gottes Geboten umgehen. Ich möchte dies veranschaulichen:

„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!“ – so lautet eines der Zehn Gebote. Nehmen wir an, jemand erzählt in aller Welt Lügen über einen Mitmenschen. Nehmen wir an, er oder sie achtet sehr darauf, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt.

Wer sich so verhält weigert sich, sein eigenes Leben an Gottes Gebot auszurichten. Gott sagt nämlich: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!“

Wer an seinen bösen Wegen festhält und nicht auf Gottes Wort hören möchte, wird hier als „halsstarrig“ bezeichnet. Über solche Menschen sagt Gott der Herr: Sie werden keine Ruhe in ihrem Herzen haben, wenn es brenzlig wird. Sie werden innerlich nicht zur Ruhe kommen, wenn Gott Gericht hält.

Als Gegensatz zu Halsstarrigkeit wird hier Gerechtigkeit genannt. Ein Gerechter im biblischen Sinne ist jemand, der sein Leben nach Gottes Geboten ausrichtet. Gerecht ist, wer mit anderen gerecht und fair umgeht.

Des Öfteren habe ich auf meinem Blog das Gleichnis von dem Pharisäer und dem Zöllner angeführt. Der Zöllner stand von ferne. Er senkte sein Haupt und schlug sich auf die Brust. Er betete: Gott sei mir Sünder gnädig. Jesus sagte, dass wer mit so einer Herzenshaltung betet, viel eher bei Gott Gehör findet, als wer sich mit allen möglichen Errungenschaften brüstet. (Vgl. Lukas 18,9-14).

Auch die Geschichte von dem Zöllner Zachäus habe ich in meinen Beiträgen schon mehrfach angeführt. Die Zöllner hatten sich mit der römischen Besatzungsmacht eingelassen. Ihre Aufgabe war es für Rom Steuern und Abgaben einzuziehen. Dabei ließen die römischen Behörden ihnen aber freie Hand. Das heißt, die Zöllner konnten eigentlich verlangen so viel sie wollten.

Zachäus hatte von Jesus gehört und er wollte Jesus gerne sehen. Deshalb stieg er auf einen Maulbeerbaum, als Jesus durch den Ort kam. Er war kleinwüchsig und konnte von dem Baum aus besser beobachten. Zachäus bekam nicht nur die Chance Jesus zu sehen. Jesus besuchte Zachäus auch in seinem Haus.

Als Jesus bei Zachäus zu Hause war, fasste dieser einen weitreichenden Entschluss. Er wollte sein Leben ändern. Er wollte Geld, das er von seinen Landsleuten zu viel abkassiert hatte, mehrfach zurückerstatten. Er wollte auch einen beträchtlichen Teil seines Besitzes den Armen geben. Mit anderen Worten, Zachäus entschied sich, er wolle sich fortan nach Gottes Geboten richten und anderen Menschen gegenüber gerecht und fair sein. (Vgl. Lukas 19,1-10).

Der Glaube wird zu einer lebenspendenden Kraft, wenn jemand bereit ist, sich nach Gottes Geboten auszurichten. Bei Habakuk heißt es: „Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“

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Wer möchte darf gerne als Kommentar seine eigenen Gedanken zu den angeführten Bibeltexten mitteilen. 

 

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