Für Jesu Belehrung empfänglich sein

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„Warum bringt mir der Glaube an Gott nicht viel?“ Mancher hat sich vielleicht schon diese Frage gestellt.

„Ich lese in der Bibel, aber es ist oft eher eine Pflichtübung. Manchmal frage ich, ob ich diese paar Minuten Zeit nicht auch anderweitig füllen könnte.“

„Wohl dem der nicht wandelt im Rat der Gottlosen …, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“ (Psalm 1,1-3/Luther 1984).

Nicht das Bibellesen an sich ist das wesentliche. Wichtig ist, dass wir über das Gelesene nachdenken. Es kommt darauf an, dass wir nachspüren, was Bibelworte für unser eigenes Leben bedeuten könnten.

Jesus fordert uns auf, von ihm zu lernen. Das ist ein Weg, um etwas von der Ruhe zu erleben, von der Jesus spricht. (Matthäus 11,29).

Juli 2014 203hellerMOPT

In den letzten Wochen habe ich das Gleichnis vom Sämann behandelt. Es geht darin um verschiedene Herzenshaltungen, die dazu führen können, dass Bibellesen uns nicht viel bringt. Selbst gute Predigten können wirkungslos bleiben und unser Leben nicht nachhaltig verändern, wenn wir nicht wirklich für Gottes Wort empfänglich sind.

Manche verstehen das Gesagte einfach nicht. Andere haben innere Blockaden errichtet, sie unterdrücken ihr eigenes Gewissen und möchten sich auf keinen Fall korrigieren lassen. Wieder andere sind so von weltlichen Bestrebungen eingenommen, dass sie nur ein bisschen auf Gottes Wort hören.

Dann gibt es aber auch die vierte Bodenart: „Einiges fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, einiges sechzigfach, einiges dreißigfach.“ (Matthäus 13,8). Jesus erklärt dazu: „Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist der, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt, und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.“ (Matthäus 13,23).

Jesus hat das Gleichnis öffentlich erzählt. Er hat es aber nur seinen Jüngern erklärt.

Jesus hat viele gängige Klischees nicht beachtet. Ich denke Jesus wollte nicht, dass wir andere vorschnell klassifizieren: Bei diesem Menschen ist auf steinigen Boden gesät. Bei jenem fällt der Same unter Dornen. Oder wieder andere sind überhaupt nicht empfänglich für Gottes Botschaft.

Jesus hat das Gleichnis seinen Jüngern erklärt. Die Erklärung ist für Menschen, die von Jesus lernen möchten. Jeder soll sich zuerst selber fragen: Wo fehlt es mir am rechten Verständnis? Wo bin ich innerlich verhärtet, in welchen Lebensbereichen möchte ich mich auf keinen Fall korrigieren lassen? Gebe ich mich irgendwelchen weltlichen Zielen hin, in die ich Jesus auf keinen Fall hineinreden lassen möchte?

Wer sich wirklich auf Gottes Wort und seine Gnade einlässt, kann ein fruchtbarer Boden sein. In einem solchen Menschen kann die Botschaft der Heiligen Schrift positive Veränderungen bewirken. Jesus nachfolgen ist ein Lernprozess. Jesus nachfolgen heißt von Jesus lernen.

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