Ein Lehrer, der auf Menschen eingeht

Lernt von mir

Als Jesus auf dieser Erde lebte, hat er vielen Menschen das Wort Gottes verkündigt. Er lehrte durch Worte und durch Werke. Dabei hatte er es mit großen Volksmengen zu tun. Er kümmerte sich aber auch intensiv um Einzelne. Darunter waren auch solche, an denen andere achtlos vorüber gingen.

Aus den Berichten über Jesu Wirken auf Erden können wir einiges über Jesus als Lehrer erfahren. Daraus erwächst uns eine Ahnung, was es für uns bedeuten kann, wenn Jesus zu uns sagt: „…und lernet von mir…“ (Matthäus 11,29).

Letzte Woche habe ich einen Zwischenruf einer Frau zitiert. Sie sagte zu Jesus: „Selig ist der Leib, der dich getragen hat und die Brüste, die du gesogen hast.“ (Lukas 11,27). Im Lukasevangelium lesen wir, dass Jesus gerade über gewichtige Dinge sprach.

Wie kam diese Frau dazu, gerade jetzt so etwas in die Menge zu rufen? Hatte sie nichts anderes im Kopf als Kinderkriegen und den Wunsch von erwachsenen Kindern glücklich gemacht zu werden?

Wie wäre man in heutigen Versammlungen mit so einem spontanen Ausruf umgegangen? Wären vielleicht die Ordner zu der Frau gegangen, hätten sie beruhigt und sie dezent aus dem Saal hinaus begleitet?

Wir wissen nicht ob die Ruferin wirklich genau auf die Worte achtete, die Jesus gerade sagte. Es könnte sein, dass sich einfach alles schön angehört hat und sie ihrer Begeisterung Ausdruck verleihen wollte.

Es gibt wohl Menschen, die sich, wenn es um Religion geht, sehr von Stimmungen leiten lassen. Im Extremfall ist es ihnen egal über was sie jubeln. Hauptsache sie haben Freude und Spaß!

Vielleicht merkte die Frau aber auch wie spannungsgeladen die Situation gerade war. Jesus hatte einen bösen Geist ausgetrieben und ein Stummer konnte plötzlich sprechen. Doch einige freuten sich nicht darüber. Sie behaupteten gar, Jesus hätte die Kraft, um dieses Wunder zu tun vom Teufel bezogen.

War es nicht aufregend genug, dass ein Stummer das Reden anfing? Nun gab es auch noch so viel kritisches, misstrauisches und neidisches Fragen.

Jesus konnte mit dieser vernichtenden Kritik umgehen. Ruhig und gelassen belehrte er die Menschen über diesen Sachverhalt. Wollte die Frau vielleicht honorieren, dass Jesus gut auf diese Vorbehalte reagierte? Vielleicht wollte sie einfach etwas Positives sagen.

Möglicherweise wollte sie die Spannung der Lage irgendwie auflösen, ohne sich selber verdächtig zu machen. Dann rief sie einfach etwas hinaus, was so typisch Frau war!

Es kann sein, dass sie auch einfach dem Ausdruck verleihen wollte, was eine Mehrheit unter den anwesenden Menschen spontan gedacht hatte. Sie hatten sehr über dieses Wunder gestaunt.

Ich schreibe einen Beitrag über Jesus als Lehrer. Jesus ist auf die Kritik und die Fragen der Menschen eingegangen. Er hat auch auf den Zwischenruf dieser Frau freundlich reagiert und sie darauf hingewiesen, dass es so wesentlich ist, dass wir das Wort Gottes nicht nur hören, sondern es auch wirklich beherzigen. „Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“ (Lukas 11,28).

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(Alle Bibelzitate sind der Lutherübersetzung von 1984 entnommen.)

Ein Gedanke zu „Ein Lehrer, der auf Menschen eingeht

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