Mein heutiger Beitrag ist teilweise durch die Jahreslosung für 2026 inspiriert und durch ein Video mit Auszügen aus einem Vortrag, das ihr am Ende dieses Beitrages anschauen könnt.
Die Kirchen werden leerer. Menschen scheinen sich weniger für Glaubensthemen zu interessieren. Oder vielleicht haben sie auch nur nicht das Gefühl, dass sie in den Gottesdiensten Antworten auf ihre wirklichen Fragen bekommen.
Manche versuchen diese Entwicklung aufzuhalten indem sie die christliche Botschaft auf vielfältige Weise verkünden. Das Video, das ich heute mit euch teilen möchte entstammt einem Youtube Kanal mit dem Namen „Straßenevangelisation“.

Es gibt Christen, die versuchen Passanten auf der Straße auf das Evangelium aufmerksam zu machen. Wer sich für die Verkündigung des Evangeliums einsetzt wünscht sich natürlich auch, dass es Menschen gibt, die sich zum Glauben einladen lassen.
Das Video, das ich mit euch teilen möchte, hat den Titel „Voraussetzung für Erweckung“. „Erweckung“ ist ein Fachbegriff in christlichen Kreisen. Man spricht von Erweckung, wenn viele Menschen zum Glauben finden und wenn sie den Glauben auch wirklich ernst nehmen.
Ulrich Parzany ist der Redner auf dem Video. Er ist im Ruhestandsalter. Er war ein evangelischer Pfarrer. Er ist heute noch sehr aktiv und ist in Deutschland sehr bekannt. Vor Jahren war er der Hauptredner von Pro-Christ, einer Evangelisationsveranstaltung, die deutschlandweit per Video übertragen wurde.
Parzany hat diesen Vortrag bei einer Gebetsveranstaltung gehalten, beim 4. Fasten- und Gebetstag in der Evangelischen Freikirche Köln Ostheim. Dazu wurde durch das von Parzany geleitete Netzwerk Bibel und Bekenntnis deutschlandweit eingeladen.
Parzany bezieht sich auf einen Bibeltext aus der Offenbarung. Der Text ist bekannt als das Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus.
Kurze Einführung in die Offenbarung
Die Offenbarung war an sieben Gemeinden in der Provinz Asien adressiert (vgl, Offenbarung 1,10+11) Die erste dieser sieben Gemeinden war die Gemeinde in Ephesus.
Johannes schreibt von der Insel Patmos aus. Dorthin war er verbannt worden (vgl. Offenbarung 1,9).
Dort auf der Insel erschien ihm der Herr. Jesus ermutigte ihn mit den Worten: „…Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige…“ (Offenbarung 1,17-18 Luther 1984).

Über die Gemeinde in Ephesus (vgl. Offenbarung 2,1-7)
Die Gemeinde in Ephesus wird als eine sehr aktive Gemeinde beschrieben. Die Gemeindeglieder setzten sich in vielfältiger Weise für die Belange des Reiches Gottes ein. Das beinhaltet immer auch die Verkündigung des Evangeliums an Außenstehende.
Jesus lobt diese Gemeinde für ihren Einsatz. Doch er bemängelt: „Ihr liebt mich nicht mehr so wie am Anfang! Ihr habt eure erste Liebe verloren!“
Jesus fordert die Gemeinde in Ephesus auf, sie sollten ihn und die Sache des Reiches Gottes und die Menschen wieder so lieben wie am Anfang. Er sagt ihnen, wenn sie nicht Buße tun, würde er ihren Leuchter hinwegstoßen. Das heißt, die Gemeinde in Ephesus würde an Leuchtkraft verlieren.
Jesus möchte mehr als christlichen Aktionismus
Es kommt nicht nur darauf an wie viel wir uns für das Evangelium einsetzen. Es kommt auch sehr darauf an mit welcher Einstellung wir das tun.
Jesus fordert die Gemeinde auf, sie sollten sich auf ihre frühere Liebe besinnen. Sie sollten umkehren und Buße tun.
Inwieweit ist unser Einsatz für Jesus von der Liebe zu Jesus und von Jesu Liebe zu den Menschen durchdrungen? Wo auch immer es an Liebe fehlt, verliert die Gemeinde Jesu an Leuchtkraft!
Es geht nicht nur darum, dass wir Kirchen, Gottesdienste und christliche Veranstaltungen wieder voll bekommen. Es geht nicht nur darum, dass christliche Angebote im Internet viele Likes und viele Follower bekommen.
Wir mögen versuchen, christlichen Einfluss in unserer Zeit voranzutreiben. Erweckung beinhaltet, dass christliche Werte und Einstellungen tatsächlich weitervermittelt werden.
Wenn wir selber von der Botschaft und der Liebe Jesu wirklich durchdrungen sind, wird unsere Verkündigung für die Menschen interessanter. Zumindest können sie merken, dass wir wirklich meinen was wir sagen und dass wir die Botschaft Jesu auch auf unser eigenes Leben anwenden.
So hat Jesus sich die Leuchtkraft seiner Kirche vorgestellt:
Einst sagte Jesus zu seinen Jüngern und Zuhörern:
„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matthäus 5,14-16 Luther 1984).
Ein weiterer Blick auf die Jahreslosung
An dieser Stelle kommt mir die neue Jahreslosung wieder in den Sinn: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Das bedeutet auch: Gott KANN alles neu Machen. Er hat die Kraft und die Macht, alles neu zu machen.
Gott kann auch mein und Dein Leben erneuern, wo es uns an Liebe fehlt!
Am Anfang des neuen Jahres sind wir eingeladen, dass wir uns vor Gott demütigen. Wir dürfen ihn um Vergebung bitten wo auch immer es uns an Liebe gefehlt hat.
Wenn wir beten und fortfahren Gott zu bitten dürfen wir wissen: Gott kann auch mein Leben neu machen!
Bitte nehmt knapp 16 Minuten Zeit, um das Video anzuschauen. Weitere Informationen finden sich auf Youtube unter dem Video.
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