Wahrheit, Freiheit und Ruhe

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„Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,31+32/Luther 1984).

Letzte Woche habe ich das elfte Kapitel des Matthäusevangeliums knapp zusammengefasst. Auf diesem Blog möchte ich drei Verse am Schluss dieses Kapitels auf vielfältige Weise erklären und anschaulich machen. Der Zusammenhang in dem diese Verse in der Bibel stehen ist wichtig.

Eine naheliegende Möglichkeit über Bibelverse nachzudenken ist, die Verse selber zu lesen und auch was davor und was danach steht zu betrachten. Das hilft zum besseren Verständnis.

Heute möchte ich einen anderen Weg beschreiten. Ich möchte obige Verse aus dem Johannesevangelium behandeln, in denen ähnliche Gedanken wie in Matthäus 11,28+29 zum Ausdruck kommen. Dort ist davon die Rede, dass wir das Joch Jesu auf uns nehmen und von ihm lernen sollen. Hier in Johannes 8,31+32 ist von Jüngerschaft die Rede.

Da waren Menschen, die Jesu Worte gehört haben. Sie haben angefangen an Jesus zu glauben.

Jesus sagt ihnen, dass ein guter Anfang allein noch nicht sehr viel ist. Manche Dinge, die man hört, betrachtet man als zutreffend und überzeugend. Aber mit der Zeit fallen einem viele andere Gesichtspunkte ein und man gewichtet die Dinge anders als zu Beginn.

Man kann für kurze Zeit an Jesus glauben oder von seinen Worten irgendwie überzeugt sein. Jesus sagt aber, dass man damit noch nicht unbedingt zu einem Jünger Jesu geworden ist. Wer an Jesu Worten festhält und weiterhin darauf hört, der ist wahrhaftig ein Jünger, d.h. ein Schüler Jesu. Wer nur bestimmte Gedanken und Anschauungen von Jesus übernimmt, hat vielleicht noch gar nicht erfasst, worum es Jesus eigentlich geht.

Es ist in jedem Fall eine Bereicherung, auf Jesu Worte zu hören. Es ist immer gut, wenn man auf andere Gedanken kommt und nicht ständig über die eigenen Sorgen grübelt.

Jesus hat aber mehr zu bieten, als nur eine gedankliche Bereicherung und Ablenkung von den Problemen des Lebens. Glaube an Jesus und von Jesus lernen beinhaltet mehr als die Freude an einigen schönen Worten.

Hier im Johannesevangelium ermuntert Jesus uns nicht nur, dass wir von ihm lernen sollen. Es geht ihm nicht in erster Linie darum, seine Lehren und Anschauungen an den Mann und an die Frau zu bringen.

Jesus möchte, dass wir die „Wahrheit erkennen“. Wenn wir auf Jesus hören und an seinen Worten festhalten, haben wir die Chance die Wahrheit zu erkennen. Jesu Liebe und Freundlichkeit macht uns frei, den Tatsachen ins Auge zu sehen.

Es geht um die Wahrheit über uns selber. Es geht um die Frage wer wir wirklich sind, wie gut und wie sündhaft wir in Gottes Augen sind. Durch Jesus können wir die Wahrheit über Gott verstehen lernen. Gott ist groß, allmächtig und heilig. Durch Jesus können wir eine gesunde Beziehung zu Gott entwickeln.

Hier sagt Jesus: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ In Matthäus 11,29 sagt er: „so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“

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