Auf Gottes Heil hoffen – und Sanftmut

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„Die Hoffnung des Heils und der Seligkeit nährt die Sanftmut und diese pflegt jene und erhält sie.“

– Johann Albrecht Bengel, schwäbischer Theologe
24.06.1687 – 02.11.1752

(Quelle: Evangeliums.net: Sammlung christlicher Zitate)

Heute möchte ich einmal nicht mit einem Bibelvers beginnen, sondern mit einem Zitat eines schwäbischen Theologen und Pietisten des 18. Jahrhunderts. Ich habe es sehr interessant gefunden, dass Johann Albrecht Bengel in Winnenden geboren wurde. Winnenden ist nicht weit von meinem Wohnort entfernt.

Darüber hinaus möchte ich auf den doppelten Zusammenhang eingehen, den Bengel hier feststellt. Einerseits sagt er, dass die Hoffnung des Heils und der Seligkeit die Sanftmut nährt. Andererseits stellt er fest, dass die Sanftmut sich positiv auf die Hoffnung des Heils und der Seligkeit auswirkt.

Wer auf Gottes Heil hofft und sich dessen gewiss ist, kann dadurch leichter sanftmütig auf andere eingehen. Er oder sie weiß sich selbst in Gottes Hand: Gott wird für mich sorgen, ich bin frei, um auch an andere zu denken.

Auf der anderen Seite sagt Bengel, ein Mensch mit einer sanftmütigen Lebenseinstellung auch leichter an dieser christlichen Hoffnung festhält. Er sagt, die Sanftmut nährt die Hoffnung.

Woher kommt wahre Hoffnung? Dazu möchte ich zwei Verse aus dem Römerbrief anführen:

„Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.“ (Römer 8,16+17/Luther).

Es ist der Heilige Geist, der einem Gläubigen die Gewissheit des Heils schenkt. Der Geist Gottes gibt uns dieses innere Zeugnis, dass wir Gottes Kinder sind. Der Heilige Geist verweist uns auch auf die Segnungen, die aus der Verbindung zu Jesus erwachsen. Wenn wir Gottes Kinder sind, werden wir auch mit Christus das Heil und die Seligkeit ererben.

Auf diese Weise wird die christliche Hoffnung mehr als ein theologisches Gedankengebäude, das man übernimmt. Es geht hier nicht um ein intellektuelles für wahr halten. Es geht um eine Hoffnung, die unser ganzes Leben zu prägen vermag.

Aufgrund dieser Hoffnung haben die ersten Christen sich von Widerständen und Verfolgungen nicht beirren lassen. Einige wurden auch zu Märtyrern, weil sie ihren Glauben an Jesus bezeugten.

Selbst als er bereits gesteinigt wurde, blieb Stephanus seines Heils gewiss: „der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.“ (Apostelgeschichte 7,59+60).

Nun sagt Bengel, wenn ich Sanftmut lerne, würde das meine Hoffnung auf Gottes ewige Segnungen stark werden lassen. Wenn ich mich für Gottes Wirken öffne und auf  Worte und Handlungen verzichte, die das Gegenteil von Sanftmut sind, dann erlaube ich dem Geist Gottes Raum in meinem Leben zu gewinnen.

Der Geist Gottes wirkt Heilsgewissheit. Wenn ich dem Geist Gottes erlaube, auch sonst in meinem Leben zu wirken, kann er mich auch in dieser Gewissheit fest machen.

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