„Von Herzen!“

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Heute möchte ich auf meinem Blog eine neue Kategorie eröffnen. Ich habe schon über viele der Worte geschrieben, die in Matthäus 11,28-30 vorkommen. Für jedes dieser Worte habe ich eine eigene Kategorie erstellt, damit wer gezielt eine Erklärung, eine Auslegung oder einen Gedankenanstoß zu einem Wort aus diesen Versen sucht, die entsprechenden Beiträge finden kann.

Wer sich in irgendeiner Form an der christlichen Verkündigung beteiligt, ist oft froh über irgendetwas, was ihn oder sie auf passende Ideen bringt. Ein wesentliches Ziel meines Blogs ist, diese Verse aus Matthäus 11 anschaulich zu machen. Mir ist es auch wichtig, dass wer meine Seite aufruft, weiß wo er oder sie suchen muss. Neben oder unter meinem jeweiligen Beitrag, kann man dort ein Menü öffnen, um alle meine Kategorien anzuschauen. Das soll jedem helfen, der meinen Blog thematisch durchsuchen möchte.

Jesus sagt über sich: „… denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig…“ (Vers 29). Jetzt habe ich einige Monate über das Wort „sanftmütig“ nachgedacht. In nächster Zeit soll es um die Worte „von Herzen“ gehen. Das wird zugleich der Name meiner neuen Kategorie sein.

Rein körperlich gesehen ist das Herz überaus wichtig. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, dann stirbt ein Mensch. Eine Zeit lang kann das Herz noch reanimiert werden. Wenn aber das Gehirn zu lange keinen Sauerstoff erhält kann es keine Signale mehr aussenden, die das Herz wieder zum Schlagen veranlassen könnten. Dann spricht man vom Hirntod.

Im übertragenen Sinn bezeichnet das ‚Herz‘ das Innere eines Menschen. Das Wort steht für die wahre Persönlichkeit. Das Herz eines Menschen hat etwas mit Gedanken, Verstand, Einstellungen und Gefühlen zu tun.

Wenn jemand etwas ‚von Herzen‘ tut, dann ist er innerlich ganz dabei. Im Gegensatz dazu sind wir manchmal halbherzig und nicht wirklich bei der Sache.

Manchmal achten wir auch sehr viel darauf, welchen Eindruck wir bei anderen erwecken. Wir versprechen uns Vorteile davon, wenn uns jemand als nett oder zuvorkommend erlebt.

Werbeleute und Verkäufer sind gut darin unsere Gefühle anzusprechen. Mit ihrem Auftreten versuchen sie uns zu zeigen, dass sie sich für uns und unsere Bedürfnisse interessieren. Primär gesehen möchten sie aber verkaufen und Gewinne erzielen.

Sicher gibt es verschiedene Arten von Verkäufern. Manche setzen wirklich auf gute Beziehungen zu ihren Kunden. Andere wissen, dass sie bis der Käufer das Produkt wirklich ausprobiert hat, längst über alle Berge sind. Sie bekommen ihr Geld und sie hoffen, dass niemand jemand von ihnen Schadensersatz verlangen wird, falls der verkaufte Gegenstand nicht viel taugt.

Jesus jedenfalls, sagt von sich, dass er von Herzen dabei ist, wenn er uns zu sich einlädt. Er gibt sich nicht nur menschenfreundlich, sondern er kommt uns wirklich entgegen. Er hat als Mensch die tiefsten Tiefen auf sich genommen und weil er so weit unten war, kann er auch uns in unseren Lebensumständen wirklich verstehen.

Auf der anderen Seite möchte er aber auch, dass wir uns ernsthaft und von ganzem Herzen auf ihn einlassen. Gott sagt: „Ich werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“ (Jeremia 29,13+14a/Luther).

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4 Gedanken zu „„Von Herzen!“

  1. Oh hätten wir sie doch,
    kommt es mir gerade in den Sinn,

    eine Dialektik der Sanftmut,
    wo „Zöllner und Volk dem Herrn Recht geben“,
    welcher nicht widersprochen werden kann,
    weil die LIebe und deren Kraft …

    fern der Lippenbekenntnisse,
    fern der „süßen Worte und prächtigen Reden“ (Römer 16, 18) –
    doch mit dem Spätregen können wir auf den heiligen Geist bauen …

    Alles Liebe,
    Raffa.

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  2. „Dialektik der Sanftmut“, das hört sich gut an! Wie gehen wir bei Diskussionen miteinander um? Ich denke: Zeigt sich Sanftmut nicht gerade dann, wenn jemand widerspricht? Aber auf eine verständnisvolle, sanftmütige Antwort wird ein ‚Widersprecher‘ vielleicht bereitwilliger eingehen, als voreingenommene, niederschmetternde Gegenrede.

    Mir fällt noch ein Liedrefrain ein: „Regen des Segens, Regen des Segens tut not. Tropfen der Gnade sie fallen, sende die Ströme, o Gott!“

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  3. Tja, die Sache mit der Streitkultur …
    Ich liebe es ja etwas „lebendiger“ und habe so meine Zweifel, daß diese „aufgetragenen Kuschel-Debatten“ befruchtet sein können …denn ab und an (;-) dürfen wir uns ja ermahnen, oder?

    Gefällt 1 Person

  4. Vermutlich hängt es vom jeweiligen Thema ab wie „lebendig“ es bei einer Diskussion zugeht. Und von den Leuten, die mitdiskutieren natürlich. Das Wort „Streitkultur“ gefällt mir sehr gut. Es bedeutet, dass es trotz Streit auch irgendwie kultiviert zugehen kann. Ich meine, wenn man davon hört, dass in manchen Ländern Diskussionen in einem Parlament schon in Schlägereien übergegangen sind, so entspricht das jedenfalls nicht unserer bundesdeutschen Kultur!

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