„Eine Speise, von der ihr nicht wisst!“

 

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(Aufgenommen in Wilhelma Stuttgart)

 

„Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.“ (Johannes 4,34/Luther ’84).

Jesus war auf dem Weg von Judäa nach Galiläa. In Samarien war Jesus an einem Brunnen geblieben, der auf den Stammvater Jakob zurückging. Die Jünger waren in die Stadt gegangen, um etwas zu essen zu kaufen.

Als die Jünger zurückkehrten, sahen sie, dass Jesus sich mit einer Frau unterhalten hatte. Aber sie sprachen ihn nicht darauf an.

Als die Jünger Jesus aufforderten, etwas von dem Gekauften zu essen, antwortete er ihnen: „Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisst.“ (Vers 32). Schließlich erklärte er ihnen, was er damit meinte. Jesus sagte, Gottes Willen zu tun bzw. Gottes Auftrag auszuführen, sei für ihn so viel wert wie eine gute Mahlzeit.

Gerade hatte Jesus ein Gespräch mit einer samaritischen Frau geführt. Er hatte sie auf das Heil Gottes hingewiesen. Er hatte sich ihr als der verheißene Messias zu erkennen gegeben.

Daraufhin war diese Frau in die Stadt gegangen und hatte den Leuten von Jesus erzählt: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ (Vers 29). Daraufhin kamen viele Bewohner dieser Stadt zu Jesus. (Vers 30).

Wir erfahren nichts weiter über die Begegnung dieser Leute aus Sychar mit Jesus. Vielleicht haben die Jünger dieses Ereignis nur halbherzig beobachtet, weil diese Menschen alle Samariter waren. Juden pflegten keinen Kontakt mit Samaritern.

Schließlich sagten die Jünger zu Jesus, er solle doch endlich einmal etwas essen. Jesus antwortete ihnen, er habe einen Auftrag Gottes, eine Lebensaufgabe zu erfüllen. Zu tun was Gott von ihm möchte verschaffe ihm eine tiefe Befriedigung und gebe ihm neue Kraft, ähnlich wie wenn man gesunde Speise zu sich nimmt.

Im Umkehrschluss möchte ich sagen, auf für heutige Christen ist es gut, wenn sie Gottes Willen tun. Jesus hatte gerade Menschen auf das Heil Gottes hingewiesen. Auch seinen Jüngern und uns hat Jesus den Auftrag gegeben, das Evangelium allen Menschen zu verkündigen.

Mancher Gläubige mag einwenden, dass es heute recht schwierig ist, Zeitgenossen die Frohe Botschaft der Bibel nahe zu bringen. In mancher Hinsicht leben wir in einer nachchristlichen Zeit. Es scheint, dass Menschen heute weniger über Glaubensthemen nachdenken als früher.

Trotzdem kann es sein, dass so mancher für das Evangelium empfänglich wäre, wenn er oder sie sehen würde, dass wir Christen wirklich von dieser Botschaft überzeugt und ergriffen sind. Aber gerade das möchte Jesus durch den Heiligen Geist in uns bewirken.

Jesus hat von sich gesagt, dass es ihn persönlich nährt und aufbaut, wenn er Gottes Willen tut. Jeder Gläubige soll Möglichkeiten nutzen, um in Wort und Werk auf die gute Nachricht von Jesus Christus hinzuweisen.

Ein gutes Essen verschafft innere Ruhe und Zufriedenheit. Jesus sagt, Gottes Auftrag auszuführen sei für ihn wie eine gute Speise. Es gibt also einen Zusammenhang zwischen dem Tun von Gottes Willen und dem Finden von Ruhe. „Nehmt auf euch mein Joch… so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“

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