Der Apostel Paulus in Lystra

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„Und doch hat er (Gott) sich nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.“ (Apostelgeschichte 14,17/Luther ‘84).

Das sind Worte des Apostels Paulus an eine Volksmenge in Lystra in Kleinasien, in der heutigen Türkei. Paulus war mit Barnabas zusammen während seiner ersten Missionsreise in diesen Ort gekommen.

Er hatte schon zuvor zu den Menschen dort gesprochen. Uns ist nicht überliefert, was er zuerst gesagt hat. Doch lesen wir von einem Heilungswunder. Paulus befahl einem Mann, der schon immer gelähmt war, mit fester Stimme, er solle aufstehen. Der Mann sprang auf seine Füße und ging umher.

Vielleicht denken manche, wenn Gott heute auch noch Wunder tun würde, dann könnte ich leichter an ihn glauben. (Übrigens: Es gibt christliche Gruppen die darum beten, dass Gott ihnen Autorität verleiht, um die Frohe Botschaft der Bibel zu verkündigen. Manche bitten den Allmächtigen darum, dass auch heute noch Wunder und Zeichen im Namen Jesu geschehen mögen.)

Doch ich möchte hier nicht über Wunder nachdenken. Ich finde es interessant, wie die Menschen in Lystra auf die Heilung dieses Gelähmten reagierten. Dieses Wunder hat großes Aufsehen erregt. Dennoch wird uns nichts berichtet, dass jemand in diesem Ort dadurch zum Glauben an Jesus Christus gekommen wäre.

Vielleicht hatte Paulus schon zu Beginn über Gott und über Jesus gepredigt. Seine Zuhörer waren aber sehr in ihrem seitherigen heidnischen Denken verhaftet.

Anstatt den Gott der Bibel für dieses Wunder zu loben, dachten sie, die griechischen Gottheiten Zeus und Hermes seien unter die Menschen gekommen. In dieser Gegend gab es einen Zeustempel. Von dort kam ein Priester mit Stieren und Kränzen und wollte diesen vermeintlichen Göttern Opfer darbringen.

Paulus und Barnabas zerrissen ihre Kleider, sprangen unter die Leute und schrien, dass sie ja auch nur Menschen aus Fleisch und Blut seien. Sie sagten, dass sie gekommen seien, die frohe Botschaft zu verkünden: „dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.“ (Vers 15b).

Paulus betont, dass Gott, in dessen Auftrag er predigt, seinen Zuhörern nicht gänzlich unbekannt sei. Sie kennen Gott durch die Dinge, die er geschaffen hat.

Im eingangs zitierten Vers erklärt Paulus, dass auch Regen, Wachsen und Gedeihen von Nahrungsmitteln und Herzensfreude Gaben des allmächtigen Gottes an uns Menschen sind. Obwohl Gott Menschen ihre eigenen Wege gehen ließ, hat er ihnen durch diese Segnungen doch etwas über sich selbst mitgeteilt.

Brauchen wir Wunder, um an Gott glauben zu können? Würden wir glauben, wenn in unserer Mitte ein von Geburt an Gelähmter plötzlich gehen könnte?

Fangen wir doch einfach damit an, Gott für Wasser, Nahrung und Freude, die er uns schenkt, zu danken. Gehen wir doch auf die Einladung Jesu ein: „Kommt zu mir… ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28)

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Ein Gedanke zu „Der Apostel Paulus in Lystra

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