Christen unter sich.

 

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(Aufgenommen in der Wilhelma Stuttgart.)

 

„Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.“ (Galater 6,1/Luther 1984).

Hier ist wieder eine Bibelstelle, in der von Sanftmut die Rede ist. Offensichtlich ist Sanftmut ein wichtiges Thema in der Bibel.

Die Grundlage christlicher Sanftmut ist die Tatsache, dass Gott uns in Jesus in unseren Verirrungen und Verfehlungen entgegenkommt. Er liebt uns bedingungslos. Er ist bereit, uns ohne Vorleistungen unsererseits anzunehmen.

Der Herr sucht einen jeden von uns, so wie ein Hirte nach einem verlorenen Schaf sucht. Er möchte jeden, der von Herzen zu ihm umkehrt, in seine Arme schließen, so wie in dem bekannten Gleichnis der Vater den verlorenen Sohn umarmte.

Gott ist bereit, uns unsere Sünden zu vergeben. Er weiß, dass wir nichts ungeschehen machen können. Er weiß um unsere Begrenztheiten, was echte Frömmigkeit und Gutes tun betrifft.

Wer Gottes Vergebung empfängt, bekommt eine neue Lebensqualität. Gott schenkt inneren Frieden.

Gott nimmt uns aus freien Stücken an und nicht aufgrund unserer religiösen Leistungen. Im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht das Wissen um Gottes Erbarmen.

Trotzdem ist es auch nicht gleichgültig wie Christen leben. Die Barmherzigkeit Gottes ist kein Freibrief um fahrlässig Böses zu tun.

Es ist aber eine Tatsache, dass auch Christen Fehler machen. Manchmal verhält ein Mensch sich trotz aller guten Vorsätze anders, als wie er es von der Bibel her richtig findet.

Unter Christen soll kein Konkurrenzdenken herrschen. Niemand soll sich innerlich darüber freuen, wenn er sieht, dass ein anderer einen Fehltritt begeht.

Christen sollten Verfehlungen anderer nicht als ein Sprungbrett für die eigene Karriere in der christlichen Welt ansehen. Gute und angesehene Posten in der Gemeinde sollten nicht unser oberstes Ziel sein.

Christen sollten sich als ein Team verstehen. Ein Team ist nur so stark wie jedes einzelne Mitglied.

In einem guten Team unterstützt und fördert man sich gegenseitig. Wir haben Aufgaben, die keiner von uns alleine bewältigen kann. Wir brauchen einander und es ist wichtig, dass wir gut zusammenarbeiten.

Ein Zweck christlicher Gemeinschaft ist, dass wir uns gegenseitig auf die Liebe und Barmherzigkeit Gottes hinweisen. Es macht innerlich frei, wenn man sich von Gott angenommen weiß.

Wer an Gottes bedingungslose Liebe denkt, braucht nicht zu erschrecken, wenn er an Gottes Maßstäbe für Recht und Gerechtigkeit erinnert wird. Gottes Gnade macht uns frei, Fehler einzugestehen. Er möchte unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllen. (Vgl. Römer 5,5).

Fehler machen ist menschlich. Christen dürfen Gott um Kraft und um Hilfe bitten.

 

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