Gefühle

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„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“ (Sprüche 4,23/Luther 1984).

Wie gehen wir mit unseren Gefühlen um? Wie fühlen wir? Was machen wir aus unseren Gefühlen?

Freilich steht der Begriff „Herz“ in der Bibel nicht nur für Gefühle, sondern auch für unser Denken, unsere Einstellungen und unseren Willen. Man mag darüber streiten, inwieweit man seine eigenen Gefühle willentlich beeinflussen oder auch unterdrücken kann. Trotzdem können wir (wenigstens teilweise) entscheiden, welche Gefühle uns wichtig sind und von welchen Gefühlen wir uns leiten lassen.

Wir können bestimmte Gefühle nähren und weiterentwickeln. Andere Empfindungen können wir (zumindest ein Stück weit) beiseitelassen und uns mit besseren, erfreulicheren Dingen beschäftigen.

Wie wir fühlen wird zum Teil davon abhängen, auf was für Menschen wir uns einlassen. Auf was für Meinungen und Ansichten wir hören, hat einen Einfluss darauf wie wir in bestimmten Situationen empfinden und handeln.

Auch die Auswahl der Filme, die man sich ansieht, kann sich auf unsere Gefühlswelt auswirken. Wer sich regelmäßig an Horrorfilmen ergötzt, wird vielleicht anfangen, auch in seinen eigenen Lebensumständen schreckliche Dinge zu vermuten. Wer sich gewaltverherrlichende Filme reinzieht, könnte mit der Zeit auch selber zu Gewalt neigen.

Freilich kann man Christen empfehlen, auf den Konsum von Filmen zu verzichten und sich lieber Zeit zum Gebet zu nehmen. Einige der vorbildlichsten Gläubigen haben so gelebt.

Wer zum Beispiel noch die Biographie von David Wilkerson kennt, mag sich erinnern, dass Wilkerson eine Zeit lang nachts mehrere Stunden vor dem Fernseher verbrachte. Als er anfing stattdessen lieber ausgiebig zu beten, veränderte sich sein Leben.

So kam es dazu, dass er einen Bericht über bestimmte Jugendliche besonders beachtete. Schließlich begann er, auf gewaltbereite, drogensüchtige Gang-Jugendliche zuzugehen.

Er versuchte ihnen das Evangelium von Jesus Christus nahezubringen. Aus kleinen gefährlichen Anfängen entstand eine Arbeit für Drogensüchtige, die unter dem Namen „Teen Challenge“ bekannt wurde.

Wir haben einen gewissen Einfluss darauf, womit wir uns beschäftigen und was unser Denken bestimmt. In dem Buch der Sprüche wird uns sehr empfohlen, uns auf die Gebote und Weisungen Gottes zu besinnen und uns danach auszurichten.

Hier noch ein Gebetslied aus dem 19. Jahrhundert:

„So nimm den meine Hände und führe mich bis an mein selig‘ Ende und ewiglich! Ich kann allein nicht gehen, nicht einen Schritt: wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit!“

„In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz, und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz! Lass ruhn zu deinen Füßen, dein armes Kind! Es wird die Augen schließen und glauben blind.“

„Wenn ich auch gar nichts fühle von Deiner Macht, Du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht. So nimm den meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich.“

 

 

 

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