Orientierung und Hoffnung in unsicheren Zeiten

Heute möchte ich ein paar Gedanken zum zweiten Sendschreiben in der Offenbarung mit euch teilen. Es richtet sich an die Gemeinde in Smyrna. Dieser Brief ist in einem anderen Ton geschrieben als das erste Sendschreiben. Es ist eine Botschaft, an eine Gemeinde, die sich in einer schwierigen Situation befindet.

Jesus lässt diesen Gläubigen sagen: „Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut…“ Jesus achtet auf die Seinen. Er sieht unser aller Nöte.

Dazu fällt mir ein Bibelvers ein, der vor ein paar Jahren als Jahreslosung bekannt wurde. Es sind die Worte Hagars. Sie sagte zu Gott: „Du bist ein Gott, der mich sieht!“

camels drinking on the desert
Photo by Mark Vegera on Pexels.com

Gott war ihr an einem Brunnen begegnet, als sie von ihrer Herrin Sara geflohen war. Gott hatte sie nach ihrem woher und wohin gefragt. Hagar hatte ihre Not und Verzweiflung bekundet: „Ich bin von Sarah, meiner Herrin geflohen.“ Sie war aus einer schwierigen Situation weggelaufen und sie wusste nicht wie es weitergehen sollte. Alleine in der Wüste war es schwer zu überleben und sie war ja auch noch schwanger.

Der Rat, den Gott ihr gab, war nicht einfach für sie. Doch es war jedenfalls vernünftig zu Sarah zurückzugehen. Sie sollte einfach ihre Herrin wieder respektieren, obwohl Hagar von Abraham schwanger geworden war, während Sarah immer kinderlos geblieben war.

„Du bist ein Gott, der mich sieht!“ Jesus sieht unsere Situation und unsere Nöte. Er versteht unsere Gefühle.

Wir erfahren nicht viel über die Schwierigkeiten der Gläubigen in Smyrna. Die Feindseligkeiten und Bedrängnisse, wurden durch ihre wirtschaftliche Armut noch erschwert. Sie konnten sich nicht einfach ein Flugticket in eine bessere Welt kaufen.

Jesus verspricht den Gläubigen in Smyrna kein Wunder. Er plant nicht unmittelbar einzugreifen. Er beabsichtigt nicht, sie unmittelbar aus ihrer Not zu befreien. Vielmehr kündigt er ihnen an, dass ihnen noch weitere Schwierigkeiten und Bedrängnisse bevorstehen. Doch er sagt, diese Probleme würden von zeitlich begrenzter Dauer sein.

Jesus betont, dass er der Erste und der Letzte ist. Er erinnert an seinen Kreuzestod und an seine Auferstehung. Jesus hatte sich eingesetzt, um Menschen zu helfen. Er hatte das Reich Gottes verkündet. Er wurde ausgeliefert und hingerichtet. Doch der Tod hatte nicht das letzte Wort. Gott hatte das letzte Wort.

Auch in unseren Lebensgeschichten wird Gott das letzte Wort haben. Jesus fordert die Gläubigen von Smyrna dazu auf, sie sollten ihm treu bleiben, selbst für den Fall, dass man sie deswegen mit dem Tode bedrohen würde.

Das ist das Anliegen des Briefes an die Gemeinde in Smyrna und des ganzen Offenbarungsbuches: Wir sollen dem Herrn treu bleiben, was auch geschehen mag. Wir sollen ihm vertrauen und ihn ehren. Wir dürfen stille vor ihm sein, denn er wird einst das letzte Wort haben.

Wenn man in der Offenbarung von vielen Katastrophen und Konflikten liest, die kommen sollen, kann man sich sorgenvoll fragen: Wo stehen wir wohl in der Weltgeschichte? Was ist schon passiert und was steht uns noch bevor.

Über solche Themen gibt es auch unter Theologen viele Diskussionen. Verschiedene Theologierichtungen haben unterschiedliche „Endzeitpläne“ formuliert. Jemand hat sogar pointiert gesagt, es gäbe wohl so viele verschiedene Auslegungen über die Offenbarung wie es Bücher darüber gibt.

Doch das Anliegen der Offenbarung ist nicht uns genau zu sagen, was wann wie geschehen wird. Die Botschaft an Smyrna ist deutlich: Ihr werdet Schwierigkeiten erleben. Es wird nicht leicht sein, durchzuhalten. Doch ihr dürft darauf vertrauen: Euer Herr und Erlöser wird dermaleinst das letzte Wort haben!

Wir leben in einer Zeit, die durch viele Krisen gekennzeichnet ist. Wir hören in den täglichen Nachrichten von vielen Ereignissen die uns fragen lassen: Wo soll das alles noch hinführen?

Politiker fragen: Was können wir diesen Entwicklungen entgegensetzen? – Gott hatte die Hagar damals ermutigt, sich in ihrer Bedrängnis nicht selbst zu überschätzen. Vielmehr sollte sie auch auf die Stimme der Vernunft hören.

Die Botschaft der Offenbarung ist: Was auch geschehen mag, es ist besser, sich an Gottes Regeln zu halten und ihm zu vertrauen. Dermaleinst wird Gott das letzte Wort haben.

Ein Bild

Vor einigen Jahren Ende April 2016, als viele Bäume und auch Tulpen bereits blühten, hat es plötzlich noch einmal geschneit. Was würde wohl aus all diesen Blüten werden? Würden sie diese Kältephase kurz vor dem Wonnemonat Mai überstehen? Ich bin damals losgezogen und habe einige Blüten fotografiert.

Für weitere Informationen:

An dieser Stelle möchte ich gerne dazu einladen, meinen Blog kostenlos zu abonnieren.

Für Fragen und Einwände darf jeder einen öffentlichen Kommentar hinterlassen. (Dazu wird – von nicht eingeloggten Benutzern – die Email Adresse verlangt. Diese wird aber nicht öffentlich angezeigt und nicht an Dritte weitergegeben.) Für Fragen und Antworten, die nicht öffentlich sichtbar sein sollen, empfehle ich das Kontaktformular auf meiner Seite „Über diesen Blog“.

Kommentar verfassen