„Armut und Reichtum gib mir nicht!“

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Ein Gebet Agurs:

„Zweierlei bitte ich von dir, das wollest du mir nicht verweigern, ehe denn ich sterbe. Falschheit und Lüge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast. Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der Herr? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.“ Amen. (Sprüche 30,8+9/Luther 1984).

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Ich möchte an meinem Beitrag von letzter Woche anknüpfen und noch einmal über Armut und Reichtum nachdenken. Obiges Gebet aus den Sprüchen, einem Buch mit gesammelten Weisheiten, soll mir dabei helfen.

Gemeinhin denken wir, dass Reichtum erstrebenswert ist. Wenn ich genug Geld hätte, könnte ich zu Hause bleiben und bräuchte nicht mehr zu arbeiten. Ich könnte Füße hochlegen und könnte tagaus tagein tun und lassen, was mir beliebt.

Ein Mann namens Agur wird als der Verfasser des dreißigsten Kapitels der Sprüche angegeben. Er sieht Reichtum unter einem anderen Gesichtspunkt. Reichtum kann auch Gefahren in sich bergen. Man kann stolz und überheblich werden. Das könnte dazu führen, dass man sich sogar gegen Gott auflehnt, sagt er.

Andererseits ist ihm klar, dass auch Armut Versuchung zum Bösen mit sich bringen kann. Wer Mangel leidet könnte anfangen andere zu bestehlen und sich so gegen Gottes Gebot versündigen.

Agur hält weder Reichtum noch Armut für erstrebenswert. Es ist ihm wichtiger, dass er Gott treu bleibt.

„… lass mich aber mein Teil hinnehmen, das du mir beschieden hast.“ Agur vertraut darauf, dass Gott es gut mit ihm meint. Er bittet darum dass er immer hat was Gott ihm zugedacht hat.

Eine Darstellung des Apostels Paulus fotografiert in einer Kirche in Donaueschingen.

Zum Schluss möchte ich noch ein neutestamentliches Beispiel anführen. Der Apostel Paulus war viel auf Reisen. Er war oft zu Fuß unterwegs. Er arbeitete mit seinen eigenen Händen für seinen Lebensunterhalt. Er erhielt auch Spenden von den Gemeinden, die er gründete. Das half ihm sich intensiver um Verkündigung und Seelsorge zu kümmern.

Als er seien Brief an die Philipper schrieb, war er selbst – um seines Glaubens willen – im Gefängnis. Bekanntlich sind Gefängnisse keine Luxushotels. Paulus schreibt aber das Folgende. Er rechnet damit, dass Gott ihm Kraft gibt, um mit seinen jeweiligen Lebensumständen zurecht zu kommen:

„Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut; beides, satt sein und hungern;  beides, Überfluss haben und Mangel leiden. Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“ (Philipper 4,12+13).

Einige Verse zuvor hat Paulus geschrieben: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ (Philipper 3,6).

Wir dürfen das Gebet Agurs zu unserem eigenen Gebet machen. Wir dürfen Gott in allen Lebenslagen um Kraft und Hilfe bitten.

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