Jesus fühlt mit Notleidenden und Benachteiligten

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„Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40/Luther 1984).

Dieser Vers entstammt dem sogenannten Gleichnis vom Weltgericht. Andere kennen diese Ausführungen Jesu auch als das Gleichnis von den Schafen und Böcken. Beim Weltgericht wird es sein wie wenn ein Hirte Schafe und Böcke voneinander scheidet.

Dieser Text soll ein Beitrag über die Sanftmut Jesu werden. Freilich, wenn wir über das Endgericht nachdenken, und dass Jesus einst als Richter über alle Menschen auftreten wird, flößt uns das eher Ehrfurcht ein, als dass wir die Sanftmut Jesu bewundern.

Ein Richter hat Macht. Der König in diesem Gleichnis hat Macht Belohnungen auszuteilen und Strafen zu verhängen. Im Schlusswort des Gleichnisses heißt es: „Und sie werden hingehen, diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.“ (Matthäus 25,40/Luther 1984).

Was hat dieser Text mit Sanftmut zu tun? Jesus macht hier besonders deutlich wie sehr er am Ergehen von diesen seinen „geringsten Brüdern“ Anteil nimmt.

Hätte ein Weltenrichter wie Jesus nicht Macht sich an Beziehungen in der High Society zu erfreuen. Stünden ihm nicht alle Türen offen zur Crème de la Crème?

Wir Menschen bekommen so viele neue Möglichkeiten, wenn wir gute Kontakte zu den Angesehenen, Reichen und Mächtigen dieser Welt haben. Viel zu oft ist Vitamin B das Zauberwort, um eine gute Stellung zu bekommen.

Viele interessieren sich für jedwede Einzelheiten über das Leben von Promis. Diese Berichte vermitteln ihnen das Gefühl, wie das Leben sein könnte. Sie lesen Medieninformationen über die Großen mit einer Mischung von Bewunderung und Neid.

Im Gegensatz dazu ist das allgemeine Interesse an denen, die sich auf der Schattenseite des Lebens befinden vergleichsweise gering. Eine Reportage über die Gründe warum jemand zum Obdachlosen wurde, lässt sich vermutlich schlechter vermarkten als Glanz und Glamour der Nobility.

Doch spätestens wenn es um die Gehälter von Topmanagern geht empören sich viele. Bekommt er oder sie diese Bezüge nicht auf Kosten der einfachen Mitarbeiter?

Ist es nicht ein Skandal, dass zahlungskräftige Privatpatienten manchmal eine bessere medizinische Behandlung bekommen, als Kassenpatienten. Wäre es nicht besser, wenn auch „arme“ Kranke entsprechende Therapien bekommen könnten, die ihnen helfen, in einem Berufsalltag wieder leistungsfähig zu sein?

Bei den „geringsten Brüdern“ denkt Jesus an Hungrige, Durstige, Nackte und Gefangene. Manche leiden deshalb, weil sie von anderen aufgrund von Neid und Vorurteilen ausgegrenzt wurden. Nicht jeder ist bereit zu helfen, selbst wenn er die Möglichkeit dazu hat.

Jesus jedenfalls nimmt Anteil an den Nöten der Benachteiligten. Er ist sanftmütig und hat ein offenes Ohr für die Niedrigen. Jesus hatte einen Blick für die Nöte der Menschen. Er hat vielen geholfen. Er fragt danach wie wir mit Notleidenden umgehen.

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