Jesus ist ein sanftmütiger König

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„Sagt der Tochter Zion: Siehe dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.“ (Matthäus 21,5. Dort zitiert aus Sacharja 9,9).

Wenn hoher Besuch in eine Stadt kommt, ist das für viele mit einiger Aufregung verbunden. Worauf wird dieser Besucher achten? Worauf wird er besonders Wert legen. Was ist ihm wichtig? Und freilich: Mit welcher Absicht kommt er überhaupt?

Natürlich spielt es auch eine Rolle, wer genau kommt. Handelt es sich um einen Vertreter der eigenen Regierung? Oder kommt vielleicht ein Feldherr und Anführer einer fremden Nation, der diese Stadt erobern und für sich vereinnahmen möchte?

Als Sacharja diese Worte zuerst niederschrieb (Sacharja 9,9), gab es keinen israelitischen König. Juden durften zwar wieder in Jerusalem leben, aber das letzte Wort hatte der König der Perser. Als Jesus in Galiläa und in Judäa wirkte, hatten die Römer die Oberhoheit.

Die Worte „Siehe dein König kommt“ hatten etwas Tröstliches und Hoffnung Weckendes. Die Menschen wussten, es ist gut für uns, wenn unser eigener Herrscher kommt. Sie hatten lange genug mit fremden Machthabern zu tun. Sie hatten oft genug erlebt, dass Vertreter fremder Völker sie behinderten und ihnen Steine in den Weg legten.

Zur Zeit der Könige David und Salomo hatte das Reich der Israeliten eine Blütezeit erlebt. Damals waren sie ein freies und unabhängiges Land. Sie hatten Ruhe von mancherlei Feinden. Viele sehnten sich nach solchen Zeiten! Ein eigener König könnte dem Land zu neuer Größe verhelfen.

„Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel…“ Der König, von dem hier die Rede ist, kommt in friedlicher und freundlicher Absicht. Er gibt sich einfach und nahbar. Er hat ein Interesse am Ergehen seines Volkes.

Was ist besonders sanftmütig daran, wenn ein König auf einem Esel reitet? Nach meiner Lebenserfahrung sind Esel im Allgemeinen etwas kleiner als Pferde. Ein König, der auf einem Esel kommt ist den Menschen näher, als einer der auf einem Pferd, einem Kamel oder gar auf einem ausgewachsenen Elefanten reitet.

Vielleicht ist der Esel auch ein Symbol für die eigene Kultur und die Traditionen des israelitischen Volkes. Herrscher, die auf Eseln ritten, hatten Geschichte in Israel. Außerdem war der Esel ein Tier, das sich viele einfache Leute leisten konnten. Viele Menschen besaßen einen Esel.

Bei uns werden Esel sprichwörtlich als besonders störrisch und widerspenstig angesehen. Demnach braucht es einiges an Geschick und Feingefühl, um auf einem Esel zu reiten. Vielleicht ist auch das schon ein Zeichen von Sanftmut und Freundlichkeit.

„Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, …“ Zion, d.h. Jerusalem war der Ort wo der Tempel stand. Dort war das Zentrum der Gottesverehrung. Allen, die sich zu Gott halten wollen, gilt diese frohe Botschaft:

Ihr habt manche Schwierigkeiten erlebt. Es ist oft nicht leicht, auf Gottes Seite zu stehen. Es gibt Leute, die mögen es nicht, wenn Gott verehrt wird. Aber unser Herr und König kommt. Sein Reich wird kommen. Er ist für uns. Er versteht uns. Er weiß wie wir uns fühlen.

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Als Jesus (am Palmsonntag) in Jerusalem einzog, ritt er auf einem Esel. Die Jünger sahen darin die Erfüllung einer Prophetie des Propheten Sacharja. (Vgl. Sacharja 9,9).  Diesen Vers habe ich im heutigen Beitrag behandelt.

2 Gedanken zu „Jesus ist ein sanftmütiger König

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