Weihnachten und unser ganzes Leben: Was ist uns wichtig?

 

„Du sprichst: ‚Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!‘, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.“ (Offenbarung 3,17/Luther 1984).

Das sind Worte aus einem Brief des auferstandenen Herrn Jesus Christus, die er dem Apostel Johannes (in einer Vision) an eine christliche Gemeinde zu schreiben aufgetragen hat. Jesus fordert Gläubige dazu auf, sich neu auf das Wesentliche zu besinnen.

Reichtum und Besitz beruhigt, so sagt man. Aber manchmal treten unerwartete Umstände ein und alles geht verloren. Ich denke z.B. an Opfer von Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen.

Andererseits kann man, wenn man stirbt, auch nichts mitnehmen. Im Sprichwort heißt es: Das letzte Kleid hat keine Taschen.

Wir Deutschen leben in einem der reichsten Länder dieser Erde. Auch die Menschen in Laodizea, waren verhältnismäßig wohlhabend. Obige Worte sind an die christliche Gemeinde in dieser Stadt gerichtet.

Wie wirkt sich Reichtum auf den Glauben aus? Bekanntlich fangen viele erst (oder nur) dann an zu beten, wenn es ihnen schlecht geht.

In wenigen Tagen feiern wir Weihnachten. In der Weihnachtsgeschichte fällt auf, dass Gott sich bei der Geburt seines Sohnes nicht an Gepflogenheiten der wohlhabenden Eliten gehalten hat. Jesus wurde unter sehr einfachen Umständen geboren.

In manchen Entwicklungsländern kommt es auch heute noch vor, dass Menschen mit ihren Haus- und Nutztieren unter einem Dach wohnen. Jesus wurde in einem Raum geboren, in dem auch Tiere waren. Seine Eltern fanden keine vornehmere Bleibe in Bethlehem als diesen Stall.

Auch später in seinem Leben hat Jesus sich nicht zuerst an den Werten der Reichen orientiert. Er ist sehr unbefangen auf die Armen zugegangen. Immer wieder hat Jesus seinen Jüngern gegenüber betont wie wichtig es sei, Rücksicht auf die Armen zu nehmen.

Aber im eingangs zitierten Vers geht der Herr noch einen Schritt weiter. Wir haben (vielleicht) gelernt auf materiellen Reichtum zu achten. Aber was sind die Dinge, die uns in Gottes Augen reich erscheinen lassen? Was zählt, wenn wir vor Gott stehen?

Es ist wohl möglich, dass man sich auf diesseitigen Wohlstand verlässt, aber Werte des Herzens vernachlässigt. Wer sich jeden Tag satt essen kann, wird vielleicht versucht sein, Gott und seine Gebote außer Acht zu lassen.

Als Jesus geboren wurde, wurden einfache Hirten auf die Botschaft aufmerksam: „Euch ist heute der Heiland geboren.“ Der reiche und wohlhabende König Herodes der Große wusste auch, dass der verheißene ‚Prinz‘ in Bethlehem geboren werden sollte. Doch als eingefleischter Machtpolitiker entschied er sich (wie wir im Evangelium lesen), alle neugeborenen bis zweijährigen Kinder in Bethlehem töten zu lassen. Er wollte seine eigene Macht erhalten. Ein durch alttestamentliche Propheten angekündigter Messias kam ihm dabei sehr ungelegen.

Nun bleibt mir noch zu fragen, wie wir uns entscheiden würden. Sind wir angesichts unseres relativen Wohlstandes gleichgültig gegenüber den geistlichen Reichtümern, die Jesus uns zu schenken vermag?

 

2 Gedanken zu „Weihnachten und unser ganzes Leben: Was ist uns wichtig?

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