Ein christlicher Gedanke über Unrecht, Terror und Gewalt

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„Zorn erfasst mich über die Frevler, die dein Gesetz verlassen.“ (Psalm 119,53/Luther 1917).

Nun ist das Jahr 2018 fast vorbei. In diesem Jahr hat sich vieles ereignet. Leider erfahren wir in den Medien auch immer von Ungerechtigkeiten, von Verbrechen und Gewalttaten.

Wir haben uns schon an Berichte über Schießereien und Terroranschläge gewöhnt. Auch Grausamkeiten in kriegerischen Auseinandersetzungen kommen immer wieder vor. Wenn man sich entsprechend informiert, kann man auch von Ungerechtigkeiten gegenüber Christen durch die Obrigkeit in totalitären Staaten erfahren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man auf solche Informationen reagieren kann. Vielleicht ist man froh, dass man selber nicht betroffen ist. Das ist sicher ja auch immer ein Grund, um Gott gegenüber dankbar zu sein.

Freilich kann man sich nicht in jede Situation intensiv hineinversetzen. Aber die Betroffenen sind jeweils Menschen von Fleisch und Blut wie wir. Für sie ist das Leid, das sie trifft, nicht weniger schlimm, als es für uns wäre.

Wir haben vielleicht nicht die Kraft, das Böse, von dem wir erfahren, gedanklich und emotional nahe an uns herankommen zu lassen. Wir sind selber schon vielen psychischen Belastungen und Stresssituationen ausgesetzt.

Aber es könnte auch gefährlich sein, wenn wir gegenüber Unrecht und Gewalt gleichgültig werden sollten. Gleichgültigkeit ist vielleicht eine Form ohnmächtiger Resignation. Es ist aber schlimm, wenn wegen der Menge an Untaten ethische und moralische Werte verloren gehen.

Freveltaten bzw. kriminelle Handlungen sind gleich schlecht, egal wer sie verübt. Es ist vorgekommen, dass Asylbewerber Straftaten begangen haben. Aber blinde, wahllose Ausschreitungen gegen Fremde in unserem Land durch rechtsgerichtete Gruppen sind mindestens genauso verwerflich!

Manchmal beunruhigt es mich, wenn ich in den Nachrichten höre, dass (in manchen Ländern) ein Attentäter von der Polizei erschossen wurde. Zumindest, wenn das erst nach einer längeren Fahndung geschieht, denke ich mir manchmal, was ist, wenn es womöglich doch nicht der wirkliche Täter war?

Es ist gut, wenn Menschen Grundsätze von Recht und Gerechtigkeit hochhalten. Christen sollten darin Vorreiter sein.

Der Schreiber des 119. Psalms ist selber manchmal von anderen Menschen nicht gerade freundlich behandelt worden. (Vgl. z.B. Vers 51). Vermutlich hat er damit gerechnet, dass solche Erlebnisse für andere genauso schlimm sind wie für ihn selbst.

Wie kann man ein gesundes Rechtsverständnis und Gerechtigkeitssinn entwickeln? Gott ist gerecht. Es ist gut, von ihm zu lernen.

Sicherlich ist es eine gute und nützliche geistliche Übung, wenn man für die Opfer von Gewalttaten bzw. für die Hinterbliebenen betet. Es ist gut für Recht und Gerechtigkeit in unserem Land zu beten. Es richtig, für die Regierung und die Organe unseres Staates zu beten, „damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können, in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.“ (1. Timotheus 2,2/Luther 1984).

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