Ein Anker in den Wogen der Zeit

person standing in boat

Photo by GEORGE DESIPRIS on Pexels.com

„Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus unseres Herrn.“ (1.Korinther 1,9).

Dies ist mein erster Beitrag im Jahr 2020. Allen meinen Lesern wünsche ich ein gutes, frohes und gesegnetes neues Jahr!

Obiger Vers ist der Monatsspruch für Januar 2020. „Gott ist treu.“ Ist das nicht ein guter Gedanke am Anfang eines neuen Jahres?

Wir wissen nicht, was uns bevorsteht. Wir können die Zukunft nicht voraussehen.
Gut, wenn es Dinge gibt, die verlässlich bleiben. Bei aller Flexibilität und Bereitschaft, sich auf Neues einzustellen, brauchen wir doch auch ein Maß an Beständigkeit, um glücklich zu sein. Manchmal sind das Dinge, die wir für selbstverständlich halten.

Neben menschlichen Beziehungen haben Christen durch die Jahrhunderte hindurch im Glauben an Gott einen Anker für ihre Seele gefunden. Paulus sagt sogar, wir seien berufen, bzw. eingeladen um Gemeinschaft mit Jesus Christus zu haben.

Menschen können sich ändern. Menschliche Gefühle und Stimmungen hängen von Lebensumständen und anderen Faktoren ab. In neuen Situationen treffen Menschen andere Entscheidungen als früher.

Gegen Ende letzten Jahres habe ich auf meinem Blog eine neue Kategorie eröffnet: „von Herzen“. Das Herz ist der Sitz unserer Emotionen. Auch Wünsche und Willensentscheidungen entspringen unserem Herzen.

In Matthäus 11,29 bezeichnet Jesus sich selbst als „sanftmütig und von Herzen demütig“. Gut zu wissen, dass diese Einstellung Jesu von Herzen kommt. Er macht uns nicht etwas vor. Er ist kein Bauernfänger und kein Rattenfänger, der nur nach Mitteln sucht, um uns anzulocken, und dem hinterher alles egal ist, was er zuvor gesagt hat.

„Gott ist treu.“ Mancher mag sagen, das ist ja recht und schön, aber Gott ist doch weit weg. Können wir kleine, sterbliche Menschen eigentlich von Gottes Treue profitieren?

Gerade in Schwierigkeiten, angesichts von Katastrophen und Erschütterungen empfinden viele, Gott müsse ihnen ganz fern sein. Wenn es uns schlecht geht, neigen wir dazu, Worte, die uns früher getröstet haben in Frage zu stellen.

Andererseits, solange es uns gut geht, sind wir vielleicht recht zuversichtlich, das Leben auch ohne Gott meistern zu können. Für viele ist Gott wie eine Versicherung, die man dann erst braucht, wenn eine entsprechende Situation eintritt.

Freilich wissen wir, dass Versicherungen auch nicht immer so gerne bezahlen, wenn wir ein Problem haben. Tatsächlich muss man zumeist schon eine Zeit lang Beiträge eingezahlt haben, um eine Versicherungsleistung empfangen zu können.

Wer Gemeinschaft mit Jesus Christus sucht, wer auf Gottesworte hört und zu ihm betet, wird angesichts einer Not im Glauben viel eher Trost finden, als wer sonst nie nach Gott gefragt hat.

Gott ist treu. Die Frage ist, ob wir uns auf ihn einlassen.