Hoffnung für alle, die glauben, aber an ihre eigenen Grenzen stoßen

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„Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“ (Jesaja 57,15).

Für mich ein sehr ermutigender Vers im Alten Testament. Es klingen auch Gedanken an, die wir von Matthäus 11,28 her kennen: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Gott hat ein großes Herz für Trauernde und Notleidende.

Im Zusammenhang des siebenundfünfzigsten Kapitels werden recht schwierige Verhältnisse beschrieben. Viele im Volk Israel hatten sich anderen Gottheiten zugewendet. Sie berauschten sich mit kultischen Handlungen, die z.T. auch Menschenopfer (Kinder) und sexuelle Handlungen beinhalteten. Aus dem 58. Kapitel erfahren wir, dass es auch mit Recht und Gerechtigkeit oft nicht weit her war.

Aus Vers 1 geht hervor, dass es gerade auch für die, die sich an Gottes Gebote halten, und Gott treu sein wollten, eine schwierige Zeit war. Anscheinend war es nicht mehr überall gern gesehen, wenn jemand fromm war und sich an klaren Maßstäben orientierte.

Auch geistliche Leiter, die den Menschen den Weg zu Gott hätten zeigen sollen, haben damals versagt. Anstatt ihrer Verantwortung gerecht zu werden, haben sie sich lieber betrunken. (Vgl. Jesaja 56,9-12).

Vermutlich gab es auch noch Leute, die über die Verhältnisse traurig waren. Manche hat es vielleicht sehr beschäftigt, wenn sie selbst versagt und gegen ihr eigenes Gewissen gehandelt haben.

Ich glaube gerade solchen Menschen gilt der obige Vers: Gott ist denen nahe, die gedemütigt sind und die ein zerschlagenes Gemüt haben. Gott achtet auf glaubende Menschen, die in schwierigen Situationen sind, und die deswegen mit Gewissenskonflikten fertig werden müssen.

Das sind Leute, die manchmal über ihr eigenes Verhalten nicht glücklich sind. Es sind Menschen, die an Gottes Geboten festhalten wollen.

Gedemütigte und Zerschlagene – ich meine, das sind diejenigen, die mit den Worten des Paulus sagen könnten: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7,18b+19).

Gerade für solche Menschen gibt es viel Hoffnung. Gott möchte bei ihnen sein. Er sagt: „Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“

Für alle, die das Gute wollen, gibt es eine gute Nachricht. Für alle, die die Zehn Gebote als gut und richtig ansehen, gibt es Hoffnung. Gott möchte all denen neue Kraft schenken, die sich vertrauensvoll und ehrlichen Herzens an ihn wenden.

Jesus wusste, dass es für seine Anhänger manchmal nicht leicht sein würde, als Christen zu leben und sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Für vergangenen Sonntag hat die weltweite Evangelische Allianz besonders dazu aufgerufen, für verfolgte Christen zu beten. Es gibt viele Länder, in denen Jesusgläubige – nur weil sie gläubig sind -benachteiligt, misshandelt, gefangengenommen oder auch getötet werden.

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Vor einiger Zeit habe ich die ersten dreizehn Verse von Jesaja 57 in einer Andacht für Bibel heute auf ERF-plus behandelt. Wer möchte, kann diese in der Mediathek anhören.

Ein Gedanke zu „Hoffnung für alle, die glauben, aber an ihre eigenen Grenzen stoßen

  1. Na, das ist doch mal wiede erstaunlich – bin ich doch gestern auch über und in Jesaja gestolpert – und ja, es scheint wieder lan so ein alter, verstaubter spiegel zu sein, der gerade jetzt extrem aktuell ist.
    Die Frage, welche ich mir stelle, ist, wieviele nasse Waschlappen brauchen wir noch oder wie laut müssen die Steine noch schreien?? — und was dürfen wir, die wir um die Wahrheit wissen, tun?

    Danke für deine auch aufbauenden Zeile,
    Raffa.

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