Gedanken über Jesus als Lehrer…

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Inzwischen bin ich im vierten Jahr mit diesem Blog. Ursprünglich war es eine eher zufällige, spontane Idee. Ich hatte mir einmal vorgenommen, etwas über Matthäus 11,28-30 zu schreiben. Irgendwie übernahm ich dieses Vorhaben für meinen Blog. Schließlich stellte sich die Frage: was schreibe ich Woche für Woche über diesen Text? Es ergab sich, dass ich mich Wort für Wort durch diese Verse durcharbeite.

Vor einigen Monaten habe ich meine Kategorien überarbeitet, damit Besucher meines Blogs sich besser zurechtfinden können. Ich habe Kategorienamen hinzugefügt, die darauf hinweisen wo ich über welchen Vers-Teil geschrieben habe: „Zu Jesus kommen“, „mühselig und beladen“, „Erquickung“, „das Joch Jesu“, „von Jesus lernen“.

Inzwischen bin ich bei „von Jesus lernen“ angelangt. Das veranlasst mich darüber nachzudenken, wie Jesus seine Anliegen gelehrt und weitervermittelt hat. Das Vorbild Jesu als Lehrer regt mich auch dazu an, über mein eigenes Verhalten nachzudenken, wenn ich eine Predigt, oder eine Gruppenstunde vorbereite. Viel häufiger schreibe ich Blogbeiträge. Jesus als Lehrer, dieses Thema hilft mir auch über meinen Blog nachzudenken.

Wie bereits erwähnt, gibt es auf http://christenfindenruhe.com eine Art inoffiziellen Lehrplan. Ich gehe diese Verse Wort für Wort durch und schreibe so lange über jedes Wort, wie es mir gerade einfällt. Schließlich muss ich meine Gedanken ja irgendwie organisieren und planen.

Hatte Jesus eigentlich einen Lehrplan, als er auf Erden lebte? Tatsächlich erinnert mich das Wort „Lehrplan“ an meine eigene Schulzeit. Wenn wir Schüler ein Thema nicht gerne gehabt haben, konnte es sein, dass ein Lehrer uns sagte, das sei eben im Lehrplan so vorgegeben.

Sicherlich hatte Jesus viele Dinge, die er den Menschen seiner Zeit vermitteln wollte. Er hatte eine Botschaft von Gott. Er hatte Antworten auf Probleme, die sich in der religiösen Gesellschaft ergaben.

Dabei fällt auf, dass Jesus keinen schematisch gegliederten Klassenzimmer-Unterricht durchführte. Vielmehr zog er mit seinen Jüngern umher und er belehrte sie und andere umstehende Menschen so wie es sich gerade aus der Situation ergab.

Jesus orientierte sich viel an dem was die Menschen, mit denen er zu tun hatte, gerade beschäftigte. Er beantwortete Fragen und Einwände. Er widmete sich Menschen in persönlichen Notlagen.

Daraus können wir schließen: Jesus interessiert sich für uns und für unsere persönlichen Lebensumstände. Wenn wir von Jesus lernen möchten, würde Jesus vermutlich auch gerne uns sagen, was Christsein in dieser oder jener Situation in unserem Leben bedeuten kann. Jesus würde uns seine Antworten auf unsere Probleme und Fragen geben.

Ein guter Christ ist nicht in erster Linie derjenige, der mit theologischen Begriffen vertraut ist oder der, die biblischen Bücher als Literatur kennt und versteht. Von Jesus lernen bedeutet, darauf zu hören und nachzuspüren, was er uns persönlich sagen würde. Was würde Jesus an unserer Stelle tun? Wie würde Jesus sich in dieser oder in jener unangenehmen Lage verhalten?

Viele Zuhörer Jesu konnten ihre Anonymität wahren. Auch wer einem Blog folgt, braucht dabei nicht viel über sich selbst preiszugeben. Es gibt Möglichkeiten, sich ungezwungen über den Glauben zu informieren. Aber wer sich entschließt, sich persönlich auf Jesus einzulassen, für den eröffnen sich neue Perspektiven.

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2 Gedanken zu „Gedanken über Jesus als Lehrer…

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