„Und einst in die ewige Ruhe eingehen!“

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Bekanntlich wurde Jesus nicht alleine gekreuzigt. Das zeigt, dass Jesus wirklich wie ein Verbrecher hingerichtet wurde. Die Männer zu seiner Rechten und Linken hatten Dinge getan, die nach römischem Recht diese Strafe verdienten.

Am Kreuz Jesu wurde die Aufschrift angebracht: Jesus von Nazareth, der König der Juden. Jesus wurde also wie ein Aufrührer oder Revoluzzer behandelt. Freilich hatte Jesus nie einen bewaffneten Aufstand gegen die römische Oberhoheit angeführt.

Jetzt hatten die Spötter das Wort. Manche verschmähten Jesus und sagten, er solle doch einfach vom Kreuz herabsteigen. (Vgl. Markus 15,29+30). Die Soldaten sagten zu ihm: „Bist du der König der Juden, so hilf dir selber.“ (Lukas 23,37). Die Hohenpriester und Schriftgelehrten lästerten: „Er hat anderen geholfen und kann sich selber nicht helfen.“ (Markus 15,31b).

Im Markusevangelium lesen wir, dass auch die Räuber, die neben Jesus gekreuzigt waren verächtliche Worte über Jesus hatten. Der Evangelist Lukas berichtet ein interessantes Detail über diese beiden Männer:

„Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! Da wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 15,39-43).

Offensichtlich hat einer dieser beiden Verbrecher, als er selbst nur noch den Tod vor sich hatte, irgendwie verstanden wer Jesus wirklich ist. Er hatte eine Ahnung, dass Jesus in sein Reich kommen werde. Er bat Jesus, er möge dann an ihn denken. Nach all dem spöttischen Gerede, Jesus solle sich doch selber helfen, hatte er irgendwie gemerkt, dass Jesus mehr war.

Letzte Woche habe ich einen Vers aus dem 1. Johannesbrief zitiert. Dort heißt es, dass Gott bereit ist uns zu vergeben, wenn wir unsere Verfehlungen eingestehen. Einer der Gekreuzigten erkannte, dass er die Strafe, die er gerade erlitt verdient hatte. Er bekannte seine Schuld.

Ist es nicht wunderbar zu lesen wie spontan Jesus diesem Mann Gottes Vergebung zusicherte? Jesus sagte zu ihm: Du wirst mit mir im Paradiese sein.

Das ist die Hoffnung der Jesusgläubigen. Ihr höchstes Ziel und Sehnen ist, einst nach dem Tod in Gottes Nähe zu sein, ähnlich wie Adam und Eva bevor sie gesündigt hatten. Jesus versicherte diesem reuigen Sünder: Du darfst dabei sein! Du darfst mit mir ins Reich Gottes eingehen!

Auf meinem Blog geht es viel um Worte Jesu, in denen er schließlich zusichert: „… so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Matthäus 11,29). Im Himmel, nach dem Tod (oder auch am Ende der Zeit) wird diese Verheißung ihre höchste Erfüllung finden.

Wer um Gottes Vergebung weiß, darf Frieden mit Gott haben. Zweifellos erlebte dieser neben Jesus gekreuzigte Mann eine nie gekannte innere Ruhe, als er Jesu Zusicherung gehört hatte. Das irdische Leben dieses verurteilten Räubers ging bald darauf zu Ende.

Vermutlich stehen die allermeisten meiner Leser jetzt nicht so kurz vor dem Tode. Christen dürfen Gottes Vergebung erfahren und zuerst auf dieser Erde mit und für Jesus leben!

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