Ein Gedanke zur Fastenzeit

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„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ (Matthäus 4,4/Luther’84).

Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern wird im Kirchenjahr als die Fastenzeit bezeichnet. Dabei können wir uns auch an die vierzig Tage erinnern, die Jesus fastend in der Wüste verbrachte, um sich auf seinen öffentlichen Dienst vorzubereiten.

Die Fastenzeit lässt uns daran denken, dass es im menschlichen Leben schwere Zeiten gibt. Manche nehmen Schwierigkeiten freiwillig auf sich, um bestimmte Ziele zu erreichen. Ich denke beispielsweise an christliche Missionare, die in einem fremden Land versuchen Menschen für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen und die dort manchmal recht einsam sind. Oder sei es ein Student, der ein berufliches Ziel anstrebt und der sehr viel Zeit aufwenden muss, um sich auf eine Prüfung vorzubereiten. Dabei müssen alle möglichen anderen Dinge zurücktreten.

Andererseits müssen wir manchmal auch mit (völlig) unvorhergesehenen Problemen fertig werden: Eine Krankheit, die uns plötzlich ereilt oder ein Unglück, das uns trifft. Ich denke auch an familiäre Probleme oder an Arbeitslosigkeit.

Seien es Dinge, die wir freiwillig auf uns nehmen oder Probleme, die uns wie ein Schicksalsschlag treffen, beides stellt eine Stresssituation dar. Wir sind angespannt und unter Druck. In solchen Situationen reagieren wir manchmal ganz anders als sonst. Möglicherweise lernen wir Aspekte unserer eigenen Persönlichkeit kennen, die uns eher unangenehm sind.

Wir lesen, dass Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt wurde, „damit er von dem Teufel versucht würde.“ (Matthäus 4,1). Vierzig Tage und vierzig Nächte lang fastete Jesus. Schließlich wurde er vom Satan auf die Probe gestellt. In all diesen Prüfungen erinnerte Jesus sich an Worte Gottes aus dem Alten Testament und richtete sich danach.
„Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.“ (Verse 2+3).

Jeder, der einmal gefastet oder über Fasten nachgedacht hat, weiß, dass man dabei manchmal Hunger verspürt. Die Versuchung, die sich uns dabei stellt ist einfach das Fasten abzubrechen und zu etwas Essbarem zu greifen.

Hätte Jesus nicht einfach die Wüste verlassen und sich etwas zu Essen besorgen können? Hätte er als Sohn Gottes nicht die Macht gehabt, Steine in Brot zu verwandeln? Beides wäre ein schneller Ausweg aus einer Prüfung gewesen, in die Gott ihn extra hineingeführt hatte. Er war doch in der Wüste, um sich auf seinen Verkündigungsdienst vorzubereiten.

Jesus antwortete dem Teufel: „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ (Vers 4). Jesus besann sich auf das Wort Gottes. Für ihn waren Worte Gottes eine echte Kraftquelle.

Seien es Umstände, in die wir uns freiwillig hineinbegeben oder solche, die über uns hereinbrechen, wir sind dabei persönlich gefordert. Wir können weniger erfreuliche Aspekte unserer eigenen Natur kennenlernen und Versuchungen des Teufels erleben. Aber wohl dem, der sich in solchen Situationen an Bibelworte erinnern kann, die ihn aufrichten und ihm Orientierung geben.

 

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