Ein Ruf zur Umkehr

2 Vögel und Wilhelma Stuttgart 13.04.15 255

Aufgenommen im Schaubauernhof der Wilhelma Stuttgart. – In Ninive sollten nicht nur die Menschen fasten. Auch das Vieh sollte weder Essen noch Trinken

„… und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen mit Macht. Und ein jeder bekehre sich von seinen bösen Wegen und vom Frevel seiner Hände!“ (Jona 3,8/Luther 1984)

Viele kennen die Geschichte von Jona, dem Propheten, den Gott berufen hatte, um nach Ninive zu gehen und zu den Menschen dort zu predigen. Jona wollte aber nicht und bestieg ein Schiff, um in eine andere Richtung zu fahren.

Unterwegs kam ein schwerer Sturm auf. Die heidnischen Leute wollten, jeder auf dem Schiff solle zu seinem Gott beten. Sie warfen das Los, um herauszufinden wer daran schuld sei, dass sie in diese große Gefahr geraten waren. Das Los traf Jona. Jona erzählte davon, dass er nicht auf Gott gehört hatte und  vor Gott geflohen war.

Als sie Jona (im Einverständnis) nahmen und ihn ins Meer warfen, legte sich der Sturm. Gott sandte einen großen Fisch, der Jona verschluckte. Im Bauch dieses Fisches betete Jona zu Gott. Schließlich spuckte der Fisch den Propheten an Land.

Dann ging Jona tatsächlich nach Ninive. Er durchwanderte die Stadt und predigte, es seien noch vierzig Tage, dann würde Ninive untergehen. Das war die Botschaft, die Gott ihm für diese Menschen gegeben hatte.

Wenn sich Gefahren abzeichnen oder wenn Menschen Angst haben, fragen sich auch heute noch manche, ob es sich um ein Gericht Gottes handele. Im Buch des Propheten Jona hatte dieser den Auftrag den Menschen von Ninive ein Gericht Gottes anzukündigen.

Wenn man die ganze Geschichte liest, lernt man aber schnell, dass diese Gerichtsbotschaft kein unabwendbares Schicksal ankündigte. Diese heidnischen Menschen verstanden: „Wer weiß? Vielleicht lässt Gott es sich gereuen und wendet sich ab von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.“ (Vers 9).

Die Menschen von Ninive nahmen sich diese Botschaft zu Herzen. Selbst der König legte sein königliches Gewand ab und kleidete sich in einen Sack. Die Menschen zogen sich einen „Sack der Buße“ an und auch der König forderte sie dazu auf.

Die Bewohner von Ninive sollten weder essen noch trinken. Sie sollten ernstlich zu Gott beten, der ihnen diese Botschaft hatte sagen lassen. Sie sollten ihr Leben ändern und von allen bösen Taten ablassen. Offensichtlich sagte ihnen ihr Gewissen, wo sie gegen Gott oder andere Menschen schuldig geworden waren.

„Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihren bösen Wegen, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und er tat’s nicht.“ (Vers 10)

Gott versucht auch zu uns zu reden. Die Frage ist, ob wir bereit sind darauf zu hören.

Gott hat uns die zehn Gebote und das Doppelgebot der Liebe gegeben. Durch Bibellesen können wir einiges darüber lernen, was in Gottes Augen gut oder böse ist. Aber sind wir bereit, ernstlich zu Gott zu beten und unser Leben zu ändern?

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