„Nehmt und esst…“

human holding a bread

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„Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!“ (Psalm 34,9/Luther 1984).

Die Jünger, die nach Emmaus gingen, erkannten Jesus schließlich als sie zu Tisch saßen und als Jesus dankte und das Brot brach. Offensichtlich hatten sie während der gemeinsamen Jahre sehr oft zusammen gegessen. Dabei haben sie sich auf besondere Weise kennen gelernt. Allerdings erfahren wir über Essenszeiten im Kreis der Jünger recht wenig.

Im Epilog des Johannesevangeliums lesen wir auch dass einige Jünger mit dem auferstandenen Herrn zusammen speisten. Die Begebenheit im letzten Kapitel bei Johannes atmet eine entspannte, persönliche und fröhliche Atmosphäre.

Einige Jünger hatten sich aufgemacht, um etwas zu tun, was sie gerne machten. Sie gingen zusammen fischen. Sie verbrachten eine Nacht in einem Boot auf dem See Genezareth bei Tiberias.

Am Morgen stand jemand am Ufer und fragte sie, ob sie nichts zu essen hätten. Sie hatten in dieser Nacht nichts gefangen. Der Mann forderte sie auf, das Netz einfach auf der rechten Seite des Bootes auszuwerfen. Die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war, der mit ihnen redete.

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„Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.“ (Johannes 21,6b). Schließlich merkte Johannes, dass Jesus der Mann am Ufer war. Als er dies zu Petrus sagte zog dieser sich kurzentschlossen etwas über und sprang ins Wasser.

„Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!“ (Vers 9). Sie zählten 153 Fische. Sie staunten darüber, dass ihr Netz das unbeschadet mitmachte.

„Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl!“ Die Jünger erkannten Jesus an seiner Art. Sie wussten, dass er es war. Deshalb wagten sie es auch nicht, ihn zu fragen, wer er sei. (Vers 12).

„Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch die Fische.“ (13). Jesus reicht ihnen Speisen dar. Er gibt ihnen Brot und Fische.

Da kommt mir noch eine andere Begebenheit in den Sinn, als Jesus mit den Jüngern gemeinsam speiste. Damals gab er ihnen Brot und sagte: Nehmt und esst!

Richtig, ich rede von dem letzten gemeinsamen Abendmahl bevor Jesus gefangengenommen wurde. Damals sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten es sich zur Gewohnheit machen, gemeinsam das Mahl zu halten, um sich an ihn zu erinnern.

Wenn wir das Abendmahl in Gestalt von Brot und Wein einnehmen, denken wir daran, dass Jesus sich selbst für uns hingegeben hat. Er ging ans Kreuz zu unserem Vorteil.

Auch wenn wir sonst essen, dürfen wir uns vor Augen halten, dass alles was wir haben letztlich ein Geschenk von Gott ist. Gott ist es der die Sonne scheinen lässt und der den Regen gibt. Ohne das würde vieles, was wir so gerne essen, gar nicht wachsen und gedeihen.

Wir haben viel Grund uns über Gottes gute Gaben zu freuen. Er gibt uns Essen und Jesus hat sich selbst auch für uns dahingegeben. Das sollte uns dazu bewegen, dass wir Gott danken. So können wir lernen, dem Herrn zu vertrauen.

 

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