Reichtum und Religion: Ein Blick auf Glauben und Wohlstand

Reichtum und Religion

„Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!“ (Offenbarung 3,17a)

Beschreibt dieser Satz die Einstellung der Deutschen? Wir sind eines der reichsten Länder der Erde. Wir haben uns an sehr viele Annehmlichkeiten gewöhnt.

Aber vielleicht merken wir erst, wie gut es uns geht, wenn sich etwas zum Schlechten verändert. Jahre des Friedens und umsichtige Politik haben zu viel Wohlstand geführt.

Als der Krieg in der Ukraine begann und westliche Länder sich für Embargos gegen Russland entschieden, ist bei uns vieles teurer geworden. Insbesondere sind die Gaspreise damals sprunghaft gestiegen.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen um den Iran haben die Öl- und Benzinpreise nach oben schnellen lassen. Die Inflationsrate steigt.

Wir fühlen uns nicht so sicher, wie das oben zitierte Bibelwort vermuten lässt. Wir reden von Krisen, die unseren Wohlstand bedrohen. Gleichwohl hat vor Jahren ein Politiker festgestellt: „Wir jammern auf hohem NIveau.“

Mir scheint, wir Deutschen vergleichen uns nicht so sehr mit Ländern, denen es schlechter geht als uns. Wir vergleichen uns viel eher mit dem, was wir uns wünschen.

Das oben zitierte Bibelwort war ursprünglich an eine christliche Gemeinde im ersten Jahrhundert nach Christus gerichtet. Offensichtlich hatte die Stadt Laodizea in Kleinasien gewissen Reichtum erlangt.

Ich denke, Jesus wollte ihnen sagen: Hochmut kommt vor dem Fall. Irdischer Reichtum bietet nur bedingt Sicherheit. Es gibt viele Gefahren, die irdischen Reichtum dahinschwinden lassen können.

Reichtum und Religion

In diesem Bibelwort geht es aber nicht nur um irdischen Reichtum. Es geht auch um Religion. Das kann man unschwer feststellen, wenn man den Vers im Zusammenhang liest.

Irdischer Reichtum kann sich auf unsere Religion auswirken. Wie sieht ein Glaube aus, der von sich selbst sagt: „Ich habe gar satt und ich bedarf an nichts!“ ?

Wer sich aufgrund seines Glaubens für etwas Besseres hält, ist auf einem gefährlichen Weg. Ein Glaube, der sich sagt: „Ich habe alle Antworten und ich habe immer recht!“ ist auf einem gefährlichen Weg.

„Wir machen alles so, wie wir es immer gemacht haben!“ – „Wir brauchen nur den anderen zu sagen, wie sehr sie in die Irre gehen!“ – „Danke, Gott, dass ich nicht so bin wie dieser oder jener!“

Ein Glaube, der zum großen Teil aus Tradition und Imagepflege besteht, wird die Menschen irgendwann nicht mehr befriedigen. Eine selbstgerechte Religion hat wenig Tröstliches für Menschen in Not.

Die Einladung Jesu hören

Wohl dem, der noch empfänglich für die Einladung Jesu ist. Wohl dem, der noch aufmerkt, wenn er die Worte Jesu hört: Ich habe euch mehr zu bieten! In meinen Augen ist eure Religion armselig!

„Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest und weiße Kleider,damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.“ (Verse 17+18).

Jesus lädt uns ein. Wir dürfen von ihm geistliche Segnungen empfangen. Und weiter lässt er uns sagen:

„Bei allen, die ich liebe decke ich die Schuld auf und erziehe sie mit Strenge. Nimm dir das zu Herzen und kehr um zu Gott! Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klophfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben.“ (Verse 19+20)

Dieser Beitrag ist eine Andacht zum letzten der sieben Sendschreiben in den Kapiteln 2 und 3 der Offenbarung: An die Gemeinde in Laodizea.

Offenbarung 3,17+18 wurden nach dem revidierten Luthertext von 1984 zitiert. Die Verse 19+20 entstammen der Übersetzung „Hoffnung für alle“, Brunnen Verlag Basel.

Beide Bilder wurden mit WordPress.com KI generiert.

Ein Gedanke zu „Reichtum und Religion: Ein Blick auf Glauben und Wohlstand

  1. Comfort and wealth can easily make us feel like we don’t really need anything. But that is usually when we start drifting without even noticing it.

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