Bedrückt – niedergedrückt – depressiv

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Vor einigen Monaten habe ich mich darauf vorbereitet, Beiträge über das Wort „demütig“ in Matthäus 11,29 zu schreiben. Dazu habe ich das griechische Wort mit Hilfe eines englischsprachigen Wörterbuchs untersucht.

Dabei habe ich eine für mich interessante Entdeckung gemacht. Ich habe einen Zusammenhang entdeckt aufgrund dessen man von diesem Bibeltext aus auf das Thema „Depression“ zu sprechen kommen kann.

(Zugegeben, alle Ratschläge auf dieser Webseite bezüglich Depressionen sind vielleicht in erster Linie zur Vorbeugung geeignet. Meine Gedanken können hilfreich sein, solange jemand in der Lage ist über sein Leben und seine Lebensumstände nachzudenken ohne in unkontrollierbaren Gefühlswallungen zu versinken.)

In Strong’s griechischem Wörterbuch wird das Wort „papeinos“ (‚demütig‘ in Matthäus 11,29) unter anderem durch das Wort ‚depressed‘ erklärt. Das englische Wort ‚depressed‘ wird auch verwendet, wenn man im Deutschen ‚depressiv‘ sagt.

Strong erklärt das Wort ‚papeinos‘ -‚depressed‘ als durch Umstände erniedrigt oder als aufgrund einer inneren Einstellung niedrig oder demütig.

Inzwischen habe ich unter der Kategorie ‚“demütig“ Beiträge über Bibelverse veröffentlicht in denen dieses griechische Wort vorkommt. In wenigstens drei dieser Verse wird dieses Wort im Luthertext im Sinne von ’niedrig‘ übersetzt. Maria lobte Gott, weil er die „Niedrigkeit seiner Magd angesehen“ hatte (Lukas 1,48). Jakobus gibt einen Ratschlag an den Bruder, „der niedrig ist“ (Jakobus 1,9). Paulus empfiehlt: „haltet euch herunter zu den Geringen.“(Römer 12,16).

Was bedeutet es nun, wenn Jesus in Matthäus 11,29 sagt:

„.. und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“?

Auch im Leben Jesu gab es Erlebnisse, die man als unangenehm, belastend oder auch bedrückend bezeichnen könnte. Unser Lebensglück hängt nur zum Teil davon ab, ob wir widerwärtige Dinge erleben oder nicht. Unsere Einstellung wie wir mit erniedrigenden und niederdrückenden Erfahrungen umgehen, kann darüber entscheiden ob wir froh werden können oder nicht..

Wenn Jesus sagt, er sei „von Herzen demütig“, so heißt das, dass er sich beispielsweise durch provokante Kommentare und Fangfragen die Laune nicht verderben ließ. Er verlor seine Herzlichkeit deswegen nicht.

Von Jesus lernen, weil er „von Herzen demütig“ ist, könnte bedeuten, zu lernen wie wir besser mit unseren Lebensumständen umgehen können. Dabei könnte es um unsere Lebenseinstellung gehen und was wir vom Leben erwarten. Auch die Art und Weise wie wir über andere Menschen denken kann mit darüber entscheiden ob wir glücklich sind oder nicht.

Es ist gut, wenn man zu Umständen und Problemen inneren Abstand gewinnt, so dass man darüber nachdenken kann, ohne sich sofort wieder maßlos aufzuregen. Manchmal hilft dazu schon ein Urlaub, während dem man eine neue Umgebung ein bisschen erkundet und auch anderen Menschen begegnet als sonst.

Gibt es noch andere Dinge, die uns helfen können, innerlich Abstand zu unseren Problemen zu bekommen? Man kann schließlich nicht immer in Urlaub gehen.

  • Ein Hobby, eine Tätigkeit, die uns Spaß macht
  • Ein Buch lesen, das uns anspricht und uns zum Nachdenken bringt
  • Sich künstlerisch betätigen und dabei Gefühle verarbeiten und zum Ausdruck bringen
  • Über einen Bibeltext nachdenken
  • Beten
  • Einmal richtig ausschlafen
  • Sport
  • und vieles mehr…
Beiträge, die ich in der Kategorie „Ratgeber“ veröffentliche

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