In der Schule Jesu

…und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“  (2. Chronik 7,14/Luther 1984).

Jesus sagte: „ … und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig…“ (Matthäus 11,29/Luther 1984).

Wie haben eigentlich die Jünger Jesu Demut gelernt? Wie haben sie gelernt, zu beten, Gottes Angesicht zu suchen und sich von bösen Wegen zu bekehren?

Letzte Woche habe ich die Ereignisse an Pfingsten erwähnt, damals 50 Tage nach jenem Passahfest, als Jesus gekreuzigt wurde und von den Toten auferstand. Während der Tage zwischen der Himmelfahrt Jesu und Pfingsten hatten die Jünger viel Zeit damit verbracht, gemeinsam und einmütig zu Gott zu beten.

Am Ende meines letzten Beitrags habe ich geschrieben: „Zuvor freilich hatten die Jünger ihre Berufe und Familien zurückgelassen. Sie waren mit Jesus umhergezogen, um von ihm die Wege Gottes zu lernen.“ – Die Jünger verbrachten viel Zeit mit Jesus. Sie wollten sich auf Gott ausrichten. Auf die Lehren Jesu hören und sich von ihm korrigieren lassen, ist eine Art, ‚sich zu demütigen und Gottes Angesicht zu suchen. ‘

Bekanntlich bot Jesus seinen Jüngern nicht in erster Linie einen akademischen Kursus in systematischer Theologie. Es ging vielmehr darum, wie man Gottes Lehren und Weisungen im Alltag anwendet.

Freilich gab es viele alltägliche Ereignisse, die sie miteinander erlebten. Sie zogen gemeinsam durch die Lande. Sie lernten sich dabei auf recht ursprüngliche Weise kennen. Sie konnten erleben wie jeder von ihnen in bestimmten Situationen reagierte.

Dabei war die Gruppe der Jünger ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Es gab unter ihnen sowohl Fischer als auch Zöllner.

Auf ihren Reisen und Wanderungen kamen sie mit allen Arten von Leuten zusammen. Sie begegneten Menschen, die mit kleinlicher Kritik aufwarteten. Sie lernten auch auf diejenigen zu achten, die besonders hilfsbedürftig waren.

Sie bekamen eine Ahnung davon, dass Gott Mittel und Wege hat, selbst dann, wenn aus menschlicher Sicht wenig Grund zur Hoffnung besteht. Durch die Wunderwirkungen Jesu bekamen sie einen Eindruck von der Macht Gottes.

Als Jesus von den religiösen Oberen gekreuzigt wurde, schienen sich alle ihre Hoffnungen zu zerschlagen. Doch es zeigte sich, dass selbst der Tod für Gott keine endgültige Grenze ist.

Die Angst, womöglich auch selber noch verhaftet zu werden, schweißte die Jünger enger zusammen als zuvor. Doch gerade in dieser Zeit begegnete ihnen der auferstandene Herr.

Sie lernten zu beten und Gottes Angesicht zu suchen. Sie lernten ihr Leben nach Gottes Vorstellungen auszurichten.

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