Woran Christen am zweiten Weihnachtstag auch noch denken

Weihnachten 13 und Zavelstein Jan14 007MOP

Gestern war der zweite Weihnachtsfeiertag. Im kirchlichen Kalender ist der 26. Dezember aber auch ein Gedenktag für Stephanus, den ersten christlichen Märtyrer, von dem die Apostelgeschichte berichtet. Er wurde wegen seines Glaubens an Jesus Christus und weil er sich mutig für die Sache Jesu eingesetzt hatte, zu Tode gesteinigt.

Zum Gedenken an den Tod eines christlichen Märtyrers passt der folgende Bibelvers aus den Psalmen: „Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem Herrn.“ (Psalm 116,15/Luther 1984).

Das Wort heilig oder Heiliger kommt in unserem heutigen Sprachgebrauch kaum noch vor. Wenn mir etwas heilig ist, dann ist mir diese Sache besonders wichtig und ich achte darauf. Etwas heiligen kann bedeuten, dass man eine Sache für einen besonderen Zweck auserwählt.

Heilige Gottes sind demnach Menschen, die sich in Gottes Pläne einfügen und die sich mit seinen Zielen identifizieren. Jesu Einladung in Matthäus 11,28-30 könnte man als Einladung verstehen, ein Heiliger zu werden. Jesus fordert uns auf, zu ihm zu kommen, sein Joch auf uns zu nehmen und von ihm zu lernen.

Heilige Gottes sind Menschen, die sich nicht nur in einer Notlage oder angesichts von persönlichen Problemen an Gott wenden. Es sind Menschen, die bereit sind, ihr Leben für Gottes Sache einzusetzen. Es sind Leute, die Gott für seine Ziele gebrauchen kann.

Stephanus gehörte zur ersten Gemeinde in Jerusalem, die an Pfingsten entstanden war. Zusammen mit sechs anderen wurde er dort als Diakon eingesetzt. Diese sieben Männer waren dafür verantwortlich, dass sie besonders darauf achten sollten, dass auch die Witwen der griechischen Juden angemessen versorgt würden.

In Jakobus 1,27 lesen wir: „Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der, die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.“ Witwen und Waisen sind besonders hilfsbedürftig. Sie haben keinen Ehemann bzw. Vater, der für sie sorgt.

Diese Diakone, die damals ausgewählt wurden, sollten einen guten Ruf haben. Sie sollten voll des Heiligen Geistes sein. Sie sollten weise sein. Stephanus erfüllte diese Kriterien.

„Stephanus aber voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Zilizien und der Provinz Asien und stritten mit Stephanus. Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete.“ (Apostelgeschichte 6,8-10).

Diese Leute gingen mit falschen Zeugen vor den Hohen Rat und beschuldigten Stephanus. Diese Zeugen behaupteten, sie hätten Stephanus gotteslästerliche Dinge Sagen hören.

Die Verteidigungsrede des Stephanus finden wir im siebten Kapitel in der Apostelgeschichte. Am Schluss dieses Kapitels in den Versen 54-60 finden wir den Bericht wie er starb.

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