Der Auferstandene hatte ein offenes Ohr für seine Jünger…

 

person wearing hearing aid

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„Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ (Jakobus 1,19/Luther 1984).

Es ist gut, wenn jemand genau hinhört, was ein anderer sagt oder sagen möchte. Das ist besser als wenn jemand sich in erster Linie selber wichtigmacht und sein Gegenüber mit allen möglichen Weisheiten zu textet.

Wer entsprechend auftritt und redet wird sich (vielleicht) Gehör und Bewunderung einfordern. Ob aber der andere von diesem Redeschwall einen Gewinn hat, ist eine ganz andere Frage.

Auch heute wieder beschäftige ich mich mit den Begriffen ‚Sanftmut‘ und ‚sanftmütig‘. Der obige Bibelvers scheint mir Verhaltensweisen eines sanftmütigen Menschen treffend zu beschreiben.

In Matthäus 11,29 sagt Jesus von sich, er sei sanftmütig. Wir sollen von ihm (Sanftmut) lernen.

In einer modernen Bibelübersetzung lautet dies wie folgt: „Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.“ (Neues Leben – Die Bibel).

In den letzten beiden Wochen habe ich versucht das Wort ‚sanftmütig‘ zu veranschaulichen. Dazu habe ich Jesu Verhalten bei seiner Gefangennahme und am Kreuz beschrieben.

Heute (in der Woche nach Ostern) möchte ich mich einer Begegnung von Jüngern mit dem auferstandenen Herrn zuwenden. Mir geht es nicht darum, herauszuarbeiten, was für die christliche Verkündigung die Kernaussage dieser Geschichte ist. Vielmehr möchte ich Jesu freundliche und sanftmütige Art beschreiben.

Zwei der Jünger gingen von Jerusalem aus in ein nahegelegenes Dorf. Zu Fuß brauchte man ungefähr zwei Stunden für diese Strecke. Dabei gesellte sich ein ‚Fremder‘ zu ihnen.

Die Geschichte beginnt in Lukas 24,13. In Vers 32 erkannten diese Jünger ihren Begleiter als den auferstandenen Herrn.

In den Versen 13 bis 24 erfahren wir in erster Linie von dem Kummer der Jünger. Der Reisegefährte wollte wissen, worüber die Jünger sich so aufgeregt unterhielten.

Jesus nahm sich Zeit und hörte seinen Jüngern zu. Er hätte ja auch kommen können und sie auslachen und sagen: „Was redet ihr denn da noch? Ich bin doch schon längst wieder von den Toten auferstanden!“

Nein, Jesus interessierte sich genau dafür, was die Jünger beschäftigte. Er ließ sich von ihnen erzählen was geschehen war.

Jesus war schnell bereit zuzuhören. Erst dann fing er an selber zu reden.

Jesu Worte sind in dem biblischen Bericht nur in drei Versen zusammengefasst. Dann kamen sie auch schon in den Ort wo die Jünger hinwollten.

Weil es bereits Abend war, luden sie ihren ‚neuen‘ Bekannten ein, doch bei ihnen zu bleiben. Sie aßen miteinander. Erst als Jesus das Brot brach, erkannten sie ihn.

Hinterher lesen wir davon wie die Jünger auf diese Begegnung reagierten. Ihr Leben veränderte sich. Jesus hatte ihnen demütig zugehört und ihnen dann die Augen für Dinge geöffnet, die sie so noch nicht verstanden hatten.

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2 Gedanken zu „Der Auferstandene hatte ein offenes Ohr für seine Jünger…

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