„Vergib uns unsere Sünden!“

 

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Jesus am Kreuz – ein Gemälde an einer Hauswand in Memmingen

 

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner und sein Wort ist nicht in uns.“ (1. Johannes 1,8-10/Luther 1984).

Der Begriff Sünde kommt in unserer heutigen Welt nur selten vor. Menschen haben viel weniger Bezug zu Kirchen und der christlichen Lehre als vielleicht noch vor hundert Jahren. Wenn wir uns aber auf Gott besinnen und an Gott glauben möchten ist Sünde und Vergebung unserer Sünden ein zentrales Thema.

Die Bibel lehrt uns, dass Jesus wegen unserer Sünden am Kreuz gestorben ist. Das ist eine Hauptaussage der christlichen Lehre. Der Kreuzestod Jesu ist der Mittelpunkt des christlichen Glaubens. Deshalb ist auch das Kreuz zum gängigen Symbol für das Christentum geworden.

In meinem Beitrag „Gottes gute Absichten für uns Menschen“ habe ich unter anderem versucht, den Begriff Sünde zu erklären. Es geht dabei um mehr als eben nicht zu töten, zu lügen oder zu stehlen.

Ein Grund dafür, dass wir mit dem Wort Sünde wenig anfangen können, ist dass wir nicht viel über Gottes Gebote nachdenken. Wir lesen vielleicht in der Bibel, aber denken nicht darüber nach, was das Gelesene für uns, in Bezug auf unser eigenes Leben, bedeuten könnte. (Um biblische Texte richtig anwenden zu können, muss man natürlich auch genau lesen und biblische Hauptaussagen im Blick behalten.)

Ich möchte an dieser Stelle festhalten: Wir tun Dinge, die uns von Gott und von seinen guten Absichten für unser Leben entfremden. Manche Ziele, die wir verfolgen, haben in Gottes Augen keinen bleibenden Wert. Nicht alle Mittel, die Menschen einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen sind wirklich gut.

„Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“ (Römer 3,23). Das ist Gottes Aussage über uns Menschen.

Wer Frieden mit Gott sucht muss zuerst anerkennen, dass er oder sie ein Sünder ist. Dabei versteht er oder sie vielleicht gar nicht so genau, was an seinem oder ihrem Leben in Gottes Augen fragwürdig ist.

Wer aber zu Gott betet und bekennt, dass er ein Sünder ist, bekundet damit auch, dass er gerne von Jesus lernen möchte: „Herr zeige du mir, wie ich leben soll! Leite du mich! Sei du mein Herr und mache mein Leben neu! Hilf mir, in Gemeinschaft mit dir zu leben! Gib, dass mein Leben einen bleibenden Wert hat und ich auch ein Segen für andere werden kann!“

In den eingangs zitierten Versen heißt es, dass Gott uns bereitwillig vergibt und uns von unseren Sünden reinigt, wenn wir ihm unsere Sünden bekennen. Gott nimmt uns bedingungslos an, wenn wir demütig und ehrlich zu ihm kommen. Jesus selbst hat einmal gesagt: „…wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Johannes 6,37b).

In einem Gleichnis erzählt Jesus: „Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: ‚Gott sei mir Sünder gnädig!‘ Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Vgl. Lukas 18,9-14).

(Diesmal habe ich alle Bibelversangaben verlinkt. Wer keine Bibel zur Hand hat, kann dadurch die angegebenen Verse trotzdem auch im Zusammenhang nachlesen.)

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Ein Gedanke zu „„Vergib uns unsere Sünden!“

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