Mehr Schein als Sein

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Wenn man etwas nicht wirklich gerne tun will, kann man einfach so tun als ob. Man kann rein äußerlich den Anschein erwecken, als sei man fromm und befolge Gottes Gebote. Vielleicht hat man nach PR-Manier doch auch Vorteile davon, wenn einige einen für einen guten Christen halten.

Wenn alles gut geht, wird niemand genauer nachprüfen. Man kann Vorteile genießen aber unter diesem Deckmäntelchen doch auch manches tun, was eigentlich gegen Gottes Gebote verstößt.

Jesus wirft den religiösen Oberen, der geistigen Elite seines Volkes vor, ihre Religion sei in erster Linie eine äußerliche Angelegenheit: Mehr Schein als Sein. Freilich ist das keine exklusive Zustandsbeschreibung für Juden im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Auch in christlichen Nationen ist es vorgekommen und geschieht es immer wieder. Menschen achten auf ein gewisses religiöses Prestige um gesellschaftliche Vorteile zu gewinnen.

Hier sind Worte Jesu: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat! So auch ihr, von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.“ (Matthäus 23,27+28/Luther 84).

Auf neudeutsch würde man sagen: Das ist ja krass! Jesus vergleicht die Schriftgelehrten und Pharisäer mit Grabstätten.

Damals wie heute haben Menschen versucht, Gräber schön zu gestalten. Aber wenn man einen noch so schönen Friedhof besucht, muss man doch feststellen, dass all die Menschen, deren Namen man zu lesen bekommt in Wirklichkeit tot sind.

Eine rein äußerliche Religion ist eine tote Religion. Wer sich für etwas ausgibt, was er gar nicht ist, ist geistlich tot. Wer die Leute glauben macht, er würde große Stücke auf Gottes Gebote halten, aber eben nur so tut als ob ist nicht wirklich ein frommer Mensch.

Jesus wirft den Schriftgelehrten und Pharisäern nicht nur Heuchelei vor, sondern er sagt, sie seien im Inneren voller Unrecht. Im Alten Testament werden auch den Armen bestimmte Rechte zugestanden. Wer z.B. Witwen und Waisen übervorteilt sündigt gegen Gottes Gebot.

Im Volksmund sagt man: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu!“. Der Philosoph Immanuel Kant hat einen ähnlichen Satz formuliert wie der Mensch sich verhalten sollte. (Der kategorische Imperativ). Die neutestamentliche Version dieses Gedankens heißt so: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ (Jesus, Matthäus 7,12/Luther 84).

Wer sich als fromm ausgibt, aber anderen Unrecht zufügt, ist in Gottes Augen wie ein geistlich Toter. Er ist trotz allen Anscheins tot in Sünden und Übertretungen.

Der Apostel Paulus sagt über bestimmte Menschen: „…sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie…“ (2. Timotheus 3,1-5/Luther 84). Eine rein äußerliche Religion ist kraftlos. Wer sich nicht ganz auf Gottes Seite stellt, wird nicht erleben, dass Jesus ihn erquickt und ihm neue Kraft gibt. (vgl. Matthäus 11,28).

Jesus ruft den Menschen seiner Zeit und uns zu: „Kommt zu mir, nehmt auf euch mein Joch, lernt von mir! Lasst es nicht mit ein paar Äußerlichkeiten bewenden! Macht ganze Sache mit Gott!“

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Ein Gedanke zu „Mehr Schein als Sein

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