Wer sich je mit Gedichten befasst hat oder auch mit Prosaliteratur, der weiß, was wiederholt wird, dürfte dem Verfasser besonders wichtig sein. Auch wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen gilt: Wiederholungen sind Hervorhebungen. Etwas wird besonders betont.
Ich möchte ein paar Gedanken über die Offenbarung mit Euch teilen. Im zweiten und im dritten Kapitel finden wir Briefe des Herrn Jesus an sieben Gemeinden in Kleinasien. Am Ende eines jeden dieser sieben Briefe finden sich die folgenden Worte:
„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“
Nun, die allermeisten Menschen haben Ohren. Manche haben große Ohren, andere eher kleinere. Viele verstecken ihre Ohren unter ihren Haaren. Einige haben besonders auffällige Ohren. Allerdings gibt es auch Menschen, die gehörlos sind. Ihre Ohren sind vorhanden, aber sie funktionieren nicht.
Aber eigentlich geht es in dem obigen Satz nicht darum, was für Ohren wir haben, auch nicht darum ob unsere Ohren gesund sind. Vielmehr ist die entscheidende Frage, worauf wir hören.
In meiner Jugendzeit gab es kleine Kassettenrekorder, die man mitnehmen konnte. Wenn man daran Kopfhörer anschloss, konnte man unterwegs Musik hören. Manche stellten die Musik so laut, dass wer ihnen nahe genug kam diese Musik auch hören konnte.
Manchmal fand ich das auch frustrierend. Diese Leute waren so mit ihrer Musik beschäftigt, dass nicht klar war, ob sie überhaupt darauf achten würden, wenn jemand sie ansprechend möchte.
Es gab auch warnende Stimmen: Im Straßenverkehr können solche Kopfhörergeräte lebensgefährlich sein! Wer auf dem Fahrrad sitzt und einen von hinten heranfahrenden Lastkraftwagen nicht hört, macht womöglich plötzlich einen Schlenker und landet unter dem Lastwagen.
Heutzutage beobachte ich immer wieder Paketboten, die die ganze Zeit telefonieren. Sie brauchen nur vor sich hin zu reden und sie hören in ihrem Ohr die Antwort ihres Gesprächspartners. Manchmal frage ich mich, ob diese Leute überhaupt mitkriegen würden, wenn die Paketempfänger ein wichtiges Anliegen hätten.
Seit ich das Bloggen wieder angefangen habe, lese ich auch wieder Blogbeiträge von anderen Leuten. Einige Blogs habe ich abonniert und kann in meinem WordPress Reader sehen, wenn ein neuer Beitrag erschienen ist. Manchmal lese ich auch Beiträge von Blogs, die ich sonst nicht kenne.
Woran entscheidet sich eigentlich, was ich lese und was ich nicht lese? Wie ihr euch denken könnt, schaue ich auch oft Videos auf YouTube an. Welche Auswahl treffe ich eigentlich?
Es ist jedenfalls leicht, viel Zeit mit YouTube zu verbringen. Schaue ich mir Videos an, die mich bilden oder die mich im Glauben weiterbringen? Oder bevorzuge ich eher leichte, wenig anspruchsvolle Unterhaltung?
(Mit WordPress.com KI generiertes Bild)
Fest steht, wir haben heute sehr viele Möglichkeiten, um irgendwelche Dinge zu hören. Wir sind geradezu gezwungen auszuwählen.
Auch in der realen Welt gibt es Menschen, mit denen wir uns gerne unterhalten. Anderen gehen wir vielleicht lieber aus dem Weg.
Für manche Gesprächsthemen sind wir zu haben. Vermutlich gibt es aber auch Dinge, die uns nicht sonderlich interessieren.
(Bild wurde mit WordPress.com KI generiert.)
Der Apostel Johannes auf der Insel Patmos
Wir wissen nicht viel darüber wie es dem Apostel Johannes auf der Insel Patmos erging. Er war um seines Glaubens willen dort. Vielleicht war er sehr viel alleine. Oder gab es dort noch viele andere Gefangene und Verbannte? Sicherlich war er nicht der selben Reizüberflutung ausgesetzt, wie wir sie heute kennen.
Auf der Insel Patmos gibt es Höhlen. Über ein orthodoxes Kloster kann man heutzutage in eine Höhle gelangen, wo Johannes auf Knien gebetet haben soll. Es gibt dort auch eine Stelle wo er sich mit der Hand abgestützt haben soll, wenn er vom Beten wieder aufgestanden ist. (Diese Informationen habe ich aus einer Filmdokumentation über Patmos mit Bildern aus der heutigen Zeit.)
Auf der Insel Patmos erschien der Herr Jesus dem Apostel Johannes. Johannes bekam den Auftrag an die sieben Gemeinden zu schreiben.
Der Luthertext im ersten Kapitel lässt die Vermutung zu, dass die ganze Offenbarung zunächst an diese sieben Gemeinden in Kleinasien gerichtet war. Die Insel Patmos liegt nicht weit entfernt von Kleinasien.
Die Offenbarung des Johannes
Im ersten Kapitel erfahren wir etwas darüber wie es dazu kam dass die Offenbarung geschrieben wurde. Im zweiten und im dritten Kapitel finden wir sieben Briefe an sieben Gemeinden in Kleinasien.
Die ersten drei Kapitel sind von der ganzen Johannesoffenbarung am leichtesten verständlich. Im Rest der Offenbarung lesen wir viel von Visionen oder auch Traumgesichten, die der Apostel Johannes hatte.
In manchen Kapiteln werden Ereignisse im Himmel beschrieben. Sonst geht es aber auch um viele schreckliche Dinge, die sich auf der Erde ereignen.
In der Geschichte der Bibelauslegung ist viel darüber spekuliert worden, was sich wohl wann ereignen würde. Immer wieder haben Gläubige Dinge von denen sie in der Offenbarung lasen mit Ereignissen verglichen, die sie selber erlebten.
Manche haben auch versucht aufgrund der Offenbarung und anderen prophetischen Schriften in der Bibel einen Zeitplan zu erstellen, was wohl als nächstes geschehen würde.
Manche haben versucht zu errechnen, wann wohl Jesus wiederkommen würde. In meiner Jugendzeit nannte jemand 1984 oder 1988 als solches Datum.
Hören, was der Geist Gottes den christlichen Gemeinden sagen möchte
Wir lesen in der Offenbarung von Dingen, die uns Angst machen können. Es ist von vielen Strafgerichten Gottes die Rede.
Wir lesen, dass Gläubige Schwierigkeiten und Verfolgung erleben werden.
Wir lesen, dass Jesus viele Gefahren sieht, wie Gläubige in die Irre gehen können.
Wir lesen, dass Jesus Gläubige in den sieben Gemeinden ernsthaft zurechtweist.
Wie schon gesagt wird im zweiten und im dritten Kapitel der Offenbarung sieben mal wiederholt: Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.
Wie gehen wir mit der Botschaft der Offenbarung um? Was wählen wir aus, worauf achten wir? Hören wir, was Gott uns sagen möchte?
Früher haben wir oft in einem Gebetslied gesungen:
„Öffne mir die Ohren und hilf mir zu hören, öffne das Herz mir, ich will dir gehören!“
Gläubige sollten sich darin üben, auf die Stimme Jesu und auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören. Aus der Bibel können wir vieles erfahren, was Jesus wichtig ist!
Hier zwei Bibelzitate:
„Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ (Offenbarung 22,17 Luther 1984).
Jesus spricht:
„Ich rate dir, dass du Gold vom mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.“ (Offenbarung 3,18 Luther 1984)
Der Herr Jesus und der Geist Gottes reden von Dingen, die Gott uns gerne geben möchte. Verbringe doch ein bisschen Zeit mit diesen beiden Bibelzitaten. Was bietet Gott uns hier an? Was möchte er uns gerne geben?
Im Internet können wir ein Kontaktformular oder eine Bestellseite aufrufen. An Gott wendet man sich im Gebet. Jesus hat einmal gesagt: „Bittet, so wird euch gegeben!“ (Matthäus 7,7 Luther 1984).
In einem Gebetslied, das ich früher auch sehr gerne gesungen habe, hat es immer wieder geheißen: „… nichts hab ich zu bringen, alles Herr bist Du!“