„Was hülfe es dem Menschen…?“

 

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?“ (Matthäus 16,26/Luther 84).

Manche Ziele, die wir uns setzen, können uns sehr in Anspruch nehmen. Vieles können wir erreichen, wenn wir uns entsprechend anstrengen. Jesus fordert uns auf zu reflektieren, welchen Wert die Dinge, die wir erstreben tatsächlich haben.

In der Betriebswirtschaft ist eine Kosten-Nutzen-Abwägung ein wichtiger Gesichtspunkt für die Planung. In unserem persönlichen Leben können wir abschätzen, was wir aufwenden müssen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Kosten, die dabei auch noch entstehen können, überblicken wir nicht immer.

Fragen, die man sich stellen könnte sind: Wie wirkt sich mein Vorhaben auf meine Ehe und Familie aus? Werde ich noch genug Zeit mit Frau und Kindern verbringen können? Werde ich die zusätzliche Belastung gesundheitlich durchhalten? Was kann ich mir selbst zumuten ohne körperlichen oder psychischen Schaden zu erleiden?

Freilich geht es in obigem Vers nicht in erster Linie um die Psyche, wenn von Schaden an der Seele die Rede ist. Für die religiösen Menschen zu denen Jesus damals sprach war die Frage ob sie mit ihrem Leben und Tun einst vor Gott bestehen könnten, ein wichtiges Thema.

An anderer Stelle warnt Jesus vor den Gefahren der Habsucht. Er erzählt eine Geschichte von einem reichen Bauern, dessen Felder gut getragen hatten. Er baute sich neue Scheunen, um seine Ernte als Vorräte speichern zu können. Er rechnete damit, er habe jetzt für viele Jahre genug und könne fortan das Leben genießen. „Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?“ (Lukas 12,20/Luther 84).

Wir haben viele Dinge letztlich nicht im Griff. Jesus empfiehlt deswegen, wir sollen zuerst danach trachten, dass wir bei Gott reich sind (vgl. Lukas 12,21; Matthäus 6,33).

Während manche für Besitzstreben und Karriere ihre Familie, Gesundheit und den Glauben vernachlässigen, gibt es auch noch einen anderen Lebensentwurf. Es gibt Menschen, die sehr viel über ihre eigenen psychischen Befindlichkeiten nachdenken und deswegen vieles im Leben außer Acht lassen. Freilich ist solches Verhalten zumeist aus einer bestimmten Not heraus geboren.

Einfache Wege um die eigene Stimmung zu heben, können gefährlich sein. Drogen und Medikamente können abhängig machen. Außerdem ist nicht immer gewährleistet, dass man nach dem Einnehmen oder Spritzen entsprechender Mittel auch wirklich Hochgefühle erlebt. Manche haben durch Drogen auch schreckliche Erfahrungen gemacht und von ihrem ‚Horrortrip‘ berichtet.

Übrigens kann man im Englischen für Drogen und Medikamente das gleiche Wort gebrauchen: ‚drugs‘. Drogen und Medikamente können abhängig machen und sind oftmals recht teuer so dass das Aufbringen der Finanzen um diese Mittel zu erwerben zu einem eigenständigen Problem werden kann.

Gewissermaßen machen wir uns zum Knecht der Dinge, die uns im Leben wichtig sind. Jesus fordert uns auf innezuhalten. Er sagt: „Kommt zu mir, nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!“ (Frei nach Matthäus 11,28+29).

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.

3 Gedanken zu „„Was hülfe es dem Menschen…?“

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