Betend zu Jesus und zu Gott dem Vater kommen

 

Matthäus 11,28

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden, denn sie meinen sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.“ (Matthäus 6,7+8)

Jesus lädt uns ein, zu ihm zu kommen. Wir können im Gebet zu Jesus kommen. Wir können betend auf den Ruf Jesu antworten. Er sagt, er möchte uns neue Kraft und Ruhe geben.

In obigem Vers lernen wir etwas über Gott und über das Beten. Was ist eigentlich das Wesentliche am Gebet? Wie können wir das erhoffte Resultat erreichen?

Heute wird viel öfter von Meditation als von Gebet geredet. Man versucht sich durch Wiederholen bestimmter Worte in eine gesuchte Stimmung zu versetzen.

Offensichtlich haben viele Heiden geglaubt, sie könnten ihre Gottheit durch die Menge ihrer Worte beeindrucken. Sie haben mit beschwörendem Gemurmel versucht, eine höhere Macht zu beeinflussen.

Auf christlicher Seite gab oder gibt es die Ansicht, es sei wesentlich wie oft man nacheinander das Vaterunser und andere Gebete wiederholt. Andere denken, die Schönheit einer gottesdienstlichen Zeremonie sei das eigentlich Erhebende am christlichen Glauben.

Im Judentum zur Zeit Jesu gab es viele zeremonielle Vorschriften zu befolgen. Manche dieser Gebote hatte Gott dem Volk durch Mose gegeben. Andere Regeln waren menschliche Erklärungen dieser Gebote. Das Wort ‚schwer beladen‘ in Matthäus 11,28 kann sich auf solche zeremonielle Pflichten beziehen.

In obigem Vers betont Jeus, dass es nicht eigentlich auf Zeremonien oder auf bestimmte Worte, die wir im Gebet an Gott richten, ankommt. Das Wesentliche ist unser Vertrauen zu Gott.

Wer vertraut, dass Gott es gut mit ihm meint und betet, wird vielleicht nicht erleben, dass alle seine Wünsche erfüllt werden. Doch dieses Vertrauen ist die Grundlage für eine gesunde Beziehung zu Gott. Jesus lehrt seine Jünger, zu Gott als dem himmlischen Vater zu beten.

Wer zu Gott als dem himmlischen Vater betet, wird auch über Anliegen Gottes nachdenken: „Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.“

Wer zu Gott als dem himmlischen Vater betet, wird auch anerkennen, dass er selber Fehler macht und ein sündhafter Mensch ist. Er/Sie darf Gott bitten: „Vergib mir meine Schuld!“

Wer sich betend an Gott, als den himmlischen Vater wendet, vertraut damit sein Leben auch der Obhut dieses Vaters an: „Ich möchte mein alles, was mein Leben ausmacht, dir hingeben. Aufgrund meiner sündhaften Natur kann ich Deinen Ansprüchen nicht genügen. Ich bekenne Dir, wo ich gegen Deine Gebote verstoßen habe. Ich bringe Dir auch alle Grauzonen wo ich nicht weiß, was eigentlich richtig ist. Ich danke Dir, dass Du bereit bist, mir zu vergeben. Deine Vergebung eröffnet mir neue Perspektiven. Ich möchte mit Dir leben. Erneure Du mein Leben. Führe mich nicht in Versuchung, sondern erlöse mich von dem Bösen! Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“