Holocaust-Gedenktag

black metal train rails

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Der 27. Januar wurde zum Holocaust-Gedenktag erklärt. Es ist gut, dass es Tage gibt, an denen man besonders an die schrecklichen Ereignisse von damals erinnert wird.

Ich habe Leute gehört, die gesagt haben, wenn solche Dinge geschehen sind, möchten sie nicht mehr an Gott glauben. Jeder Ausdruck von Entsetzen über den Holocaust ist angebracht.

Trotzdem frage ich, ob eine Abkehr vom christlichen Glauben unbedingt die richtige Reaktion ist. Für mich steht bei diesem Thema im Vordergrund, dass Menschen diese schrecklichen Dinge getan haben.

Eigentlich ist es doch gut, auf die christliche Botschaft zu hören. Schließlich lehrt uns ja auch der christliche Glaube, dass der Holocaust ein großes Unrecht war.

Dabei ist es natürlich schrecklich, dass Menschen den christlichen Glauben damals so angepasst haben, dass sie einen solchen Umgang mit dem Volk des Alten Testaments als rechtens bezeichnen wollten.

Vielleicht haben in den letzten siebzig Jahren viele auch deswegen mit dem christlichen Glauben nicht mehr viel anfangen können, weil es eine Zeit gab, in der Menschen die Oberhand hatten die ein so großes Unrecht (Völkermord an Juden) befürworteten. Wo Sünde und Unrecht propagiert werden, kann es leicht passieren, dass das von Gott gegebene Gewissen zum Verstummen gebracht wird.

Vielleicht ist auch die Tatsache, dass es jetzt nicht mehr so viele Juden, Synagogen und jüdische Kultur in Deutschland gibt ein Grund dafür, dass der christliche Glaube für viele nicht mehr so interessant erscheint. Ich möchte behaupten, dass gerade die jüdische Präsenz in Deutschland eine Bereicherung für die Christen war.

Bei allen Unterschieden zwischen Judentum und Christentum ist der christliche Glaube doch aus dem Judentum entstanden. Bei allen Unterschieden zwischen den Juden zur Zeit Jesu und den Juden im 19. und 20. Jahrhundert konnten sie doch eine Brücke für uns gewesen sein, um besser zu verstehen, worum es in der Bibel eigentlich geht.

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