Angesichts von Gottes Realität

 

astronomy circle dark eclipse

Photo by Drew Rae on Pexels.com

 

„Und es soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“ (Apostelgeschichte 2,21 bzw. Joel 3,5a/Luther 1984).

In seiner Predigt am Pfingsttag zitierte Petrus aus dem Propheten Joel. Dort ist zuerst die Rede von Segnungen, die Gott seinem Volk zuteilwerden lassen möchte.

Dann werden aber auch Phänomene in der Natur angekündigt, die erschrecken lassen. (Vgl. Verse 19+20). So spricht Joel unter anderem davon, dass die Sonne sich verfinstern würde. Freilich, ohne die Kraft, die Wärme und die Helligkeit der Sonne verliert das menschliche Leben erheblich an Qualität.

Wir können darüber spekulieren, was „Wunder am Himmel und Zeichen auf Erden, Blut, Feuer und Rauchdampf“ sein könnten. – Es gibt genug Dinge, vor denen wir Angst haben. – Ich denke an Naturkatastrophen, Vulkanausbrüche oder auch an gefährliche Bombenangriffe.

Aber diese Ereignisse sind nicht das Hauptinteresse des Propheten. Viel wichtiger ist ihm der Tag der Offenbarung des Herrn, der darauf folgen soll. Gott wird Menschen auf eindeutige Weise zeigen wer und wie er wirklich ist.

Menschen werden die Größe und Heiligkeit Gottes erkennen. Sie werden aber auch die wahren Motive ihres eigenen Herzens sehen. Sie werden merken, wie ihr eigenes Leben im Licht Gottes aussieht.

Manches was uns viel beschäftigt hat, könnte im Licht Gottes unwichtig sein. Anderes worüber wir vielleicht nie nachgedacht haben, könnten wir angesichts der Wirklichkeit Gottes als etwas erkennen, was uns von Gott trennt.

Im Bibeltext folgen die Worte: „Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“ Wer seine eigene Sündhaftigkeit erkennt, wird vor die Wahl gestellt. Man kann sich verhärten, oder eben den Namen des Herrn anrufen.

An dieser Stelle möchte ich einmal meine Leser direkt ansprechen. Ich werde dazu die Du-Form benutzen. Wer nicht von mir geduzt werden möchte, möge dies einfach als Redefigur ansehen.

  • Vielleicht bist Du jemand, der in religiöser Hinsicht sehr aktiv ist. Du engagierst dich in vielen kirchlichen Programmen. Du setzt einen beachtlichen Teil deiner Freizeit dazu ein. Du freust Dich über Kontakte, die Du dabei hast und über Anerkennung, die Dir von anderen zuteilwird. Aber in einsamen Stunden weißt Du um Fragen, für die Du keine Antwort hast.
  • Vielleicht bist Du jemand, der sich viel mit der Bibel beschäftigt. Du bist versiert in theologischen Fragen. In theologischen Diskussionen und Erörterungen verstehst Du worum es geht. Du bist zufrieden mit den Kenntnissen, die Du Dir erarbeitet hast. Trotzdem auf die Frage wie Gott über Dein persönliches Leben denkt, wüsstest Du nicht genau was zu antworten.
  • Vielleicht bist Du auch jemand, der in erster Linie versucht, das Leben zu genießen. Du kümmerst Dich nicht viel um Religion. Aber manchmal merkst Du, dass Dir trotz allem etwas fehlt.

Wer Du auch bist, ich möchte Dich ermutigen: Rufe den Namen des Herrn an! Bete mit mir:

„Großer, heiliger Gott, bitte hilf mir, Abstand zu meinen eigenen Vorstellungen zu gewinnen und zu erkennen, was in deinen Augen wirklich wichtig ist im Leben. Ich möchte einmal bestehen können, wenn ich vor dir als meinem Richter stehen werde. Bitte rette mich aus meinen Verirrungen und Sünden! Danke, dass Dein Wort mir Hoffnung gibt und dass Du mit Sanftmut auf ehrliche Gebete hörst! Amen.“

IMG_4989T

DSCF1450BLTMOP