Herbstliche Eindrücke und Gedanken über Demut

Heute möchte ich einige Gedanken aus meinen seitherigen Beiträgen in der Kategorie „demütig“ nochmals herausgreifen oder auch neu formulieren. Außerdem werde ich einige Herbstbilder mit Euch teilen. Vielleicht passt der Herbst zum Thema „Demut“.  Diese Jahreszeit zeigt uns, dass vieles was wir sonst bewundern keinen dauerhaften Bestand hat.

Die Demut Jesu zeigt sich gerade darin, dass er sich für die Menschen, die Not leiden oder Probleme haben, interessiert. Seine Einladung gilt den Mühseligen und Beladenen.  

Der Engel Gabriel hatte der Maria angekündigt, sie würde einen Sohn gebären mit dem Gott große Pläne für sein Volk verfolgen wollte. „Trotz dieser großen Ankündigungen blieb Maria innerlich eine einfache Frau. Sie überhob sich nicht. In ihrem Lobgesang sagte sie, Gott habe ihre ‚Niedrigkeit‘ angesehen und sie bezeichnet sich als eine  ‚Magd‘ des Herrn.“

„Auch Jesus bleib Zeit seines Lebens ein schlichter, einfacher Mensch, der in gewöhnlicher Kleidung überwiegend zu Fuß umherzog. Er war ein Prediger, der dem einfachen Volk das Wort Gottes erklären konnte. Er hatte ein offenes Ohr und ein offenes Herz für die Anliegen der Armen und Kranken.“ (Vgl. meinen Beitrag „Niedrigkeit“)„

„Durch die ganze Bibel zieht sich ein Ruf zur Umkehr. Wir sollen uns auf Gottes Maßstäbe besinnen. Wir sollen unseren eigenen Mangel und unsere eigene Bedürftigkeit erkennen. Verglichen zu dem, was Gott einem Menschen zu geben vermag, sind viele andere Dinge nichts als Scheinbefriedigungen. Wir ergötzen uns an vergänglichen Dingen, frei nach dem Motto: Denn morgen sind wir tot.“ (Aus: „Gott, der die Geringen tröstet – Teil 2“)*

„Überhöhte Ziele und übermäßige Anspannung können rücksichtslos machen. Auf diese Weise können Menschen ihre Empfindsamkeit für die Bedürfnisse anderer verlieren.“

Gott widersteht den Hochmütigen. Wer Gottes Segen erfahren möchte, muss bereit sein, seine Ziele göttlichen und ethischen Maßstäben unterzuordnen.“ (Aus: „Hoch hinaus…*)

„…und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“  (2. Chronik 7,14/Luther 1984).

1. „sich demütigt, dass sie beten“ – Wenn wir Gott um etwas bitten, gestehen wir ein, dass wir hilfsbedürftig sind. Das ist eine Art sich zu demütigen.

2. „sich demütigt, … und mein Angesicht suchen“ – Wenn man von einem Menschen etwas möchte und ihm oder ihr persönlich gegenübersteht, dann bekommt man auch einen Eindruck davon wie der andere reagiert, wer oder wie er oder sie wirklich ist. Wenn wir „Gottes Angesicht suchen“ bedeutet das, dass wir gerne wissen möchten, wie unser Leben in Gottes Augen wirklich aussieht. In Gottes Nähe können wir besser erahnen, was Gott im Blick auf unser Leben wichtig ist und was er von uns möchte.

3. „sich demütigt, … und sich von ihren bösen Wegen bekehren“ – Böse Wege, dazu gehört alles Böse was wir einem Mitmenschen antun. Gott bezeichnet auch das Verehren von anderen Göttern mit  deren Rechtsvorstellungen als böse Wege. Es ist eine Art, sich selber zu demütigen, wenn man anfängt, sein Leben zu ändern. (Aus: „sich demütigen“).