Worte, die erquicken

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„Des Gerechten Lippen erquicken viele…“ (Sprüche 10,21).

Heute geht es also um das, was wir reden. Welche Auswirkungen haben wohl unsere Worte auf andere?

Ist es uns ein Anliegen, unser Gegenüber zu achten und einen angemessenen Ton zu finden? Bemühen wir uns, den Menschen, mit denen wir es zu tun haben, gerecht zu werden?

Jetzt habe ich schon einen Begriff aus dem obigen Bibelvers mit einer Redensart verknüpft. „Dem Nächsten gerecht werden“ gehört, denke ich zu den Eigenschaften der Menschen, die in der Bibel als ‚Gerechte‘ bezeichnet werden. Das Gegenteil davon wäre, jemanden verächtlich zu machen. Manchmal stehen für uns irgendwelche negative Eigenschaften oder Verhaltensweisen eines anderen so im Vordergrund, dass wir kaum noch daran denken, den anderen so zu behandeln, wie wir selbst es für uns gerne möchten.

Seinen Nächsten zu lieben beginnt damit, den anderen als einen Menschen ‚wie ich selbst‘ wahrzunehmen. Wir mögen allerlei Gründe haben, bestimmte Menschen als ein Problem anzusehen. Doch wenn man sich von solchen Gefühlen bestimmen lässt, wird man diesen Persönlichkeiten vermutlich nicht gerecht werden.

Hier sind einige Aussagen aus dem 10. Kapitel der Sprüche Salomos, die sich auf unser Reden beziehen:

  • „Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens…“ (Vers 11)
  • „Die Weisen halten mit ihrem Wissen zurück…“ (Vers 14)
  • „Falsche Lippen bergen Hass und wer verleumdet, ist ein Tor.“ (Vers 18)
  • „Wo viele Worte sind, da geht’s ohne Sünde nicht ab, wer aber seine Lippen in Zaum hält, ist klug.“ (Vers 19)
  • „Des Gerechten Zunge ist kostbares Silber…“ (Vers 20)
  • „Des Gerechten Lippen erquicken viele…“ (Vers 21)
  • „Aus dem Munde des Gerechten sprießt Weisheit…“ (Vers 31)
  • „Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge: aber der Gottlosen Mund ist Falschheit.“ (Vers 32)

„Des Gerechten Lippen erquicken viele…“. Das ist mein heutiger Bibelvers, in dem das Wort ‚erquicken‘ vorkommt.

Jesus hat gesagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28). Jetzt möchte ich noch ein bisschen über das Reden und die Worte Jesu nachdenken.

Ganz zu Beginn meiner Serie über die Seligpreisungen habe ich darauf hingewiesen, dass sehr viele Menschen Jesus hören wollten, als er zu predigen anfing. (vgl. Matthäus 4,25). Zum einen war es seine Botschaft, die viel Aufsehen erregte. Sicher war aber auch seine menschenfreundliche und leutselige Art zu Sprechen ein Grund, warum die Leute in Scharen kamen, um auf seine Worte zu hören.

Eine Begegnung mit diesem Jesus und Hören auf seine Worte könnte auch unser Leben und Reden verändern. Seine Einladung besteht: „Kommt her zu mir, alle, … ich will euch erquicken.“

Christen finden Ruhe Feature

So heißt mein wöchentlicher Hauptbeitrag, der zumeist am Freitag Abend erscheint.