Triebe oder Liebe?

 

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Auch das ist ein Vers aus dem ersten Kapitel des Römerbriefs. Dort heißt es, dass Menschen sich von Gott abwandten,  obwohl sie eine Ahnung von seiner Herrlichkeit und Größe hatten. In Vers 24 lesen wir von der Konsequenz. Gott hat diese Menschen sich selbst und ihren eigenen Lüsten und Begierden überlassen.

Wenn wir Menschen uns von Gott abwenden, dann lässt er uns halt machen. Er lässt uns unseren freien Willen. Aber wir sind dann auch auf uns selbst gestellt. Wir sind unseren selbstsüchtigen Begierden ausgeliefert.

So erklärt Paulus im ersten Kapitel des Römerbriefs warum es zu seiner Zeit so viele Laster unter den Heiden gab: „Und wie sie es für nichts gehalten haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist, voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht, Zuträger, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig,, treulos, lieblos, unbarmherzig.“ (Römer 1,28-31/Luther ’84)

Vielleicht ist es subjektiv gesehen nicht so schlimm, wenn jemand seine inneren Triebe auslebt. Zumindest kann man sich auf diese Weise innere Konflikte ersparen.

Andererseits muss man auch damit rechnen, dass andere sich ähnlich verhalten könnten. Das könnte wiederum zum eigenen Nachteil gereichen. Menschen, die sich von ungezügelten Begierden leiten lassen, können die Würde ihrer Mitmenschen verletzen.

Deshalb fordert die Bibel uns dazu auf, umzudenken. Wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst.

Dabei ist die Botschaft der Bibel mehr als eine Sammlung von moralischen Vorschriften. Wer sein Leben Jesus anvertraut bekommt Zugang zu einer neuen Lebensqualität und einer neuen Motivation. Er darf etwas von der Liebe Gottes erleben und diese auch weitergeben.