„sich demütigen“

Photo by Haley Black on Pexels.com – Ein Blick auf das heutige Jerusalem ungefähr dort wo zu biblischen Zeiten der Tempel stand.

„…und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“  (2. Chronik 7,14/Luther 1984).

Letzte Woche habe ich meinen Beitrag mit der ersten Hälfte eines Verses aus dem Jakobusbrief begonnen. Dort heißt es dann auch noch, dass den Demütigen Gnade schenkt. (4,6). Ein paar Verse später lesen wir: „Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“ (4,10).

Heute habe ich ein Zitat aus dem Alten Testament vorangestellt. Dort ist auch von „sich demütigen“ die Rede. Ich habe den Vers ausgewählt, weil dort gesagt wird, was „sich demütigen“ bedeutet.

König Salomo hatte in Jerusalem einen Tempel für Gott bauen lassen. Inzwischen war alles fertig und der Tempel wurde feierlich eingeweiht. Dabei betete Salomo ein längeres Gebet (2 Chronik 6) und anschließend brachte er Gott Opfer dar. (2 Chronik 7,1-11).

In der Nacht redete Gott zu Salomo. Gott sagte ihm, er habe sein Gebet erhört und er wolle sich diesen  Tempel zum „Opferhaus“ erwählen. (2. Chronik 7,12).

Weiter  sagte Gott zu Salomo: „Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse, und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt … so will ich vom Himmel her hören …“ (2. Chronik 7,13+14). Diese Worte waren eine direkte Antwort auf die Bitte Salomos im sechsten Kapitel, Gott möge Gebete, die in diesem Tempel gesprochen werden hören, wenn Menschen in Not sind oder wenn sie gesündigt haben.

Nun möchte ich noch kurz drei Gedanken beleuchten, was es nach diesem Vers bedeutet, sich vor Gott zu demütigen:

1. „sich demütigt, dass sie beten“ – Wenn wir Gott um etwas bitten, gestehen wir ein, dass wir hilfsbedürftig sind. Das ist eine Art sich zu demütigen.

2. „sich demütigt, … und mein Angesicht suchen“ – Wenn man von einem Menschen etwas möchte und ihm oder ihr persönlich gegenübersteht, dann bekommt man auch einen Eindruck davon wie der andere reagiert, wer oder wie er oder sie wirklich ist. Wenn wir „Gottes Angesicht suchen“ bedeutet das, dass wir gerne wissen möchten, wie unser Leben in Gottes Augen wirklich aussieht. In Gottes Nähe können wir besser erahnen, was Gott im Blick auf unser Leben wichtig ist und was er von uns möchte.

3. „sich demütigt, … und sich von ihren bösen Wegen bekehren“ – Böse Wege, dazu gehört alles Böse was wir einem Mitmenschen antun. Gott bezeichnet auch das Verehren von anderen Göttern mit  deren Rechtsvorstellungen als böse Wege. Es ist eine Art, sich selber zu demütigen, wenn man anfängt, sein Leben zu ändern.

In der Geschichte Israels hat es sich gezeigt, dass manchmal die Gebote Gottes weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Manche waren bestürzt, wenn Gottes Weisungen verlesen wurden und sie merkten, wie weit sie sich alle von Gott entfernt hatten. Einige demütigten sich vor Gott.

Ein Gedanke zu „„sich demütigen“

  1. Pingback: Herbstliche Eindrücke und Gedanken über Demut | Christen finden Ruhe

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