„Gott, der die Geringen tröstet“ – Teil 2

Letzte Woche habe ich über diesen Vers aus dem 2. Korintherbrief geschrieben. Heute möchte ich nicht mehr auf den Verszusammenhang eingehen, sondern nur noch auf den Satz, den ich zum Titel meines Beitrags gemacht habe.

Paulus erzählt eigentlich von seinem eigenen Ergehen. Aber in einem Nebensatz macht er eine allgemeine Aussage über Gott, die es wert ist, gesondert beachtet zu werden.

Gott hat ein Herz für die Geringen und Niedrigen. Das ist eine positive und erfreuliche Aussage.

Andererseits, könnte man die Frage stellen, ob Gott nicht auch für andere einen Trost bereit hat. Als Antwort darauf könnte man feststellen, dass Menschen, denen es gut geht ja nicht in erster Linie nach Trost suchen.

Im elften Kapitel des Matthäusevangeliums sehen wir, dass Jesus darüber enttäuscht war, dass viele, die seine Wunder miterlebt hatten, trotzdem nicht wirklich auf seine Botschaft hörten. Er ist traurig darüber, dass diese Menschen ‚Verbesserungen in ihrem sozialen Umfeld‘ zwar gerne hinnahmen, dass sie aber nicht bereit waren, ihr Leben neu an Gottes Maßstäben auszurichten. (Vgl. Verse 20-24).

Daraufhin stellt Jesus fest, dass Gottes Heilshandeln besonders den Unmündigen, den Mühseligen, den Beladenen und den Demütigen gilt. Das sind Leute, die empfänglich sind für Gottes Botschaft. Ihnen möchte Gott seine Wege offenbaren. Ihnen will er seine Ruhe schenken. (Vgl. Verse 25-30).

Aber ist das Gottes letztes Wort? Wie steht es mit uns, denen es ja doch relativ gut ergeht?

Durch die ganze Bibel zieht sich ein Ruf zur Umkehr. Wir sollen uns auf Gottes Maßstäbe besinnen. Wir sollen unseren eigenen Mangel und unsere eigene Bedürftigkeit erkennen.

Verglichen zu dem, was Gott einem Menschen zu geben vermag, sind viele andere Dinge nicht viel mehr als Scheinbefriedigungen. Wir ergötzen uns an vergänglichen Dingen, frei nach dem Motto: Denn morgen sind wir tot.

Jesus hat das Reich Gottes einmal mit einem Menschen verglichen, der einen Schatz entdeckte. Er verkaufte all seinen Besitz, um den Acker mit dem Schatz erwerben zu können. (Vgl, Matthäus 13,44+45). Was Gott uns anbietet ist mehr wert als all die Dinge, die wir oft so verzweifelt festhalten.

„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen. Jammert und klagt und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“ (Jakobus 4,8-10/Luther 1984).

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