„Gott, der die Geringen tröstet…“

(Aufgenommen in der Wilhelma Stuttgart)

Jesus fordert uns dazu auf, von ihm zu lernen, weil er von Herzen demütig ist. Das bedeutet auch, Jesus fordert uns dazu auf, von ihm Demut zu lernen. (Matthäus 11,29).

Manchmal erleben wir Dinge, die bewirken, dass wir uns sehr klein und gering vorkommen. Manchmal gibt es andere Menschen oder Umstände, durch die wir uns erniedrigt oder gedemütigt fühlen.

Jesus hat seinen Jüngern nie verheißen, er wolle ihnen solche Dinge ersparen. Vielmehr wusste er, dass auch seine Jünger um ihres Glaubens willen Feindseligkeiten würden ertragen müssen.

Das Geheimnis ist aber, dass er die Seinen, wenn sie in Schwierigkeiten sind nicht alleine lässt. Er möchte uns helfen, angesichts von Erniedrigungen von Herzen demütig zu werden.

Dabei geht es um die Frage wie wir mit unseren Problemen umgehen. Eine demütige Herzenseinstellung kann vor endlosem Selbstmitleid bewahren.

Wer einigermaßen gelassen mit Schwierigkeiten umgehen kann bewahrt sich vor vielen inneren Kämpfen. Gerade angesichts von Problemen ist es wünschenswert, dass man den Überblick behält und trotzdem noch klar denken kann.

(Eine Darstellung des Apostels Paulus in einer Kirche in Donaueschingen.)

Der Apostel Paulus hat während seinen MIssionsreisen viel Schweres durchmachen müssen. Seine Verkündigung war nicht überall willkommen.

Andererseits hat ihn auch die Verantwortung und die Sorge um die Gemeinden, die er gründete sehr in Anspruch genommen. Er wollte sie vor Abwegen und vor Irrwegen bewahren. Er wünschte sich, dass auch sie Feindseligkeiten standhalten können sollten.

Im ersten Kapitel des zweiten Korintherbriefs spricht er von einer Situation in der er und seine Begleiter schon innerlich aufgaben und dachten, sie würden wohl nicht mit dem Leben davonkommen.(2. Korinther 1,8+9). Im siebten Kapitel erwähnt er Bedrängnisse, die ihn und seine Mitarbeiter nicht zur Ruhe kommen ließen. Sie waren großen Ängsten ausgesetzt. (2.Korinther 7,5).

Wie konnten diese frühen Missionare mit solchen Umständen fertig werden? Sie erlebten, dass Gott ihnen in ihren Schwierigkeiten Trost schenkte.

„Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns durch die Ankunft des Titus, nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, mit dem er bei euch getröstet worden war. Er berichtete uns von eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, sodass ich ich noch mehr freute.“ (2.Korinther 7,6+7)

Das mit „die Geringen“ übersetzte Wort hat im Griechischen den gleichen Wortstamm, der auch mit „demütig“ übersetzt werden kann. Mann könnte also entweder sagen: ‚Gott tröstet die Geringen‘ oder auch ‚Gott tröstet die Demütigen.“
(Erdmännchen in der Wilhelma Stuttgart).

Zum Schluss möchte ich noch einen weiteren Vers über Gottes Trost aus dem zweiten Korintherbrief zitieren:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ (2. Korinther 1,3+4/Luther 1984).

Ein Gedanke zu „„Gott, der die Geringen tröstet…“

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