Psalm 139

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„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Psalm 139,23+24/Luther 1984).

Das Herz ist der Sitz unsere Gefühle, unserer Gedanken, unserer Einstellungen und unseres Willens. Wie wir denken und empfinden, hängt von den Menschen ab, die uns geprägt haben. Aber auch unsere eigenen Entscheidungen spielen eine Rolle.

Außerdem erfahren wir aus der Bibel, dass der Mensch von Geburt an von Sünde behaftet ist. Wir alle haben eine angeborene Neigung, uns von Gott zu entfernen. Damit verbunden ist ein Potential, auch böse Dinge zu tun.

Der 139. Psalm beginnt mit den Worten: „Herr, du erforschest mich und kennest mich.“ (Vers 1). Der Psalmist weiß dass Gott ihn durch und durch versteht. Gott weiß was wir tun, was wir denken und was wir reden.

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Gott ist immer da, egal wo wir uns aufhalten. Es gibt keinen Ort wo wir hingehen könnten, wo nicht Gott auch wäre.

Wir mögen versuchen, uns in Finsternis zu hüllen. Vielleicht gelingt es uns, bestimmte Dinge vor anderen Menschen zu verheimlichen. Aber vor Gott wäre „Finsternis nicht finster… und die Nacht leuchtete wie der Tag.“ (Vers 12). Gott kennt uns. Er versteht uns und er durchschaut uns.

Wenn der Same einer Pflanze im Erdboden steckt, kann man von außen wenig erkennen, was da einmal aufwachsen wird. Gott aber kennt uns von Anfang an. Er kennt unsere erblichen Veranlagungen und unsere persönliche Entwicklung.

Der Psalmist quält sich angesichts des Verhaltens anderer Menschen, die nicht nach Gott fragen. Er bezeichnet sie als blutgierig. Es sind Leute, die lästerlich reden. Sie achten Gottes Gebote nicht.

Im Gegensatz dazu möchte der Psalmbeter sich aber an Gott halten. Er fragt nach seinem Willen und möchte nach seinem Willen leben.

Er wünscht sich sogar, Gott würde diese Menschen bestrafen und töten. Weil er selber zu Gott hält, empfindet er es als eine Belastung, wenn andere gleichgültig, rücksichtslos und willkürlich handeln.

Aber auch diese Gedanken und Gefühle legt er wieder vor Gott hin: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe und erkenne wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ Er will sich nicht einfach von seiner Frustration oder von verletzten Gefühlen bestimmen lassen. Auch darin fragt er nach Gottes Willen.

Er möchte, dass Gott ihn auf „ewigem Wege“ leitet. Er möchte so fühlen, denken und handeln, wie es auch in Gottes Augen gut ist und Bestand hat.

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Liebe Leserin, lieber Leser: Was empfindest Du/was empfinden Sie angesichts des Gedankens, dass Gott alles über Dich/über Sie weiß und dass er Dich/Sie bis ins innerste genau kennt?

Der Psalmist hat sich entschieden: Er möchte sich für diesen Gott und seinen Einfluss weiter öffnen. Er betet: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz…“

Für einen Menschen, der Gott vertraut, ist es nichts Bedrohliches, wenn er oder sie erkennt, dass er gesündigt und gegen Gottes Gebote verstoßen hat. Schließlich wissen wir ja, dass Jesus die Strafe für unsere Verfehlungen am Kreuz auf sich genommen hat.

Wir dürfen so wie wir sind und so wie Gott uns durch und durch kennt, zu diesem Kreuz kommen. Dort dürfen wir diese Lasten ablegen und Jesu Angebot eines neuen Lebens annehmen.

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe und erkenne, wie ich’s meine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite ich auf ewigem Wege. – Ja, Herr, Du kennst mich durch und durch und dennoch liebst Du mich. Dennoch hast Du gute Absichten für mein Leben. Deshalb will ich mich für Deine Liebe und für Deinen Einfluss in meinem Leben öffnen! Bei Dir ist Vergebung, Freude die Fülle und neues Leben. Dafür will ich Dich loben und preisen! Dank sei Dir! Halleluja! Amen.“

 

Warum nicht auch noch den ganzen 139. Psalm lesen und beten? Einfach diesen Link anklicken!

Wer möchte, kann auch dieses Lied noch anhören, mitsingen und mitbeten: (Zum starten des Videos bitte auf das Bild klicken. Dauer ca. 5 Minuten.)

 

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