RE. „Der Weg von den Ohren ins Gedächtnis und ins Herz“

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„Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden.“ (5. Mose 6,6-7/Tageslosung).

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Den ganzen Tag über haben wir die Möglichkeit, eine Fülle und Überfülle an Informationen zu lesen, anzuhören oder anzuschauen. Beim Spazierengehen sehen wir Schaufenster und Werbeplakate. Viele verschiedene Arten von Zeitungen warten darauf gelesen zu werden. Dann freilich sind da noch die Medien: Radio, Fernsehen und Internet.

Wenn ich beispielsweise einen Blogbeitrag lese, dann gibt es gleichzeitig viele weitere solche Angebote, die mich genauso interessieren könnten. Manche davon bekomme ich per E-Mail. Andere erscheinen in meinem Reader. Oder ich könnte auch einmal wieder nachsehen, was WordPress unter bestimmten Schlagworten zu bieten hat.

Wenn ich ein Buch lese, weiß ich, es gibt noch viele weitere Bücher, die für mich genauso wichtig sein könnten. Manche davon stehen bereits in meinem Regal.

Bibelleser empfinden vielleicht, dass die Bibel ja ein ziemlich dickes Buch ist. Wenn man an einer Stelle zu lesen beginnt, dann versäumt man vielleicht gleichzeitig vieles was man noch nicht gelesen hat.

Denken wir an gute christliche Beiträge im Internet: Ich habe gerade ein christliches Video auf YouTube angeschaut. Dann folgt automatisch ein weiteres Video zu einem ähnlichen Thema. Soll ich mir das auch noch reinziehen?

Sicher ist es gut, wenn man sich reichlich mit der biblischen Botschaft beschäftigt. Jede Predigt kann einem neue Aspekte eröffnen. Aber nehme ich mir eigentlich noch die Zeit, über das Gehörte oder Gelesene nachzudenken? Oder lasse ich mich nur noch berieseln?
In der heutigen Losung werden wir aufgefordert Gottes Wort und Gottes Gebote zu beherzigen. Wir sollen zu Herzen nehmen, was wir hören oder lesen. Wir sollen es auf unser eigenes Leben anwenden.

Dann ist noch die Rede davon, wir sollen das Gelernte an unsere Kinder weitergeben. Wir sollen darüber reden.

Man kann vieles zur Kenntnis nehmen und sich sagen: das ist mir klar, das leuchtet mir ein. Aber interessieren wir uns auch so viel dafür, dass wir nachher in der Lage sind diese Gedanken in unseren eigenen Worten weiterzugeben? Können wir beispielsweise eine Predigt, die wir gehört haben, so zusammenfassen, dass jemand, der nicht mitgehört hat, auch einen Gewinn davon hat?

Der folgende kluge Satz stammt von einem meiner Bibelschullehrer: „ Es kommt nicht darauf an, wie viele Bücher man liest oder gelesen hat. Es kommt darauf an, was man daraus macht.“

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Photo by Negative Space on Pexels.com

 

Gerade im Umgang mit Kindern zeigt sich, was uns wirklich wichtig ist. Insbesondere kleinere Kinder achten sehr auf Gefühle. Sie brauchen die emotionale Ebene, um (neue) Worte verstehen zu können. Was würden Kinder wohl mitbekommen, wenn wir über unseren Glauben mit ihnen reden?

Ich denke, die heutige Losung sollte uns ermutigen, uns ein bisschen Zeit zu nehmen, um Stille zu halten und Gottes Wort auf uns wirken zu lassen. Wer intensiv zuhört, wird vielleicht lernen, das Gehörte auch im Alltag zu beherzigen.

 

 

Hier noch ein Video mit einem Gebetslied (ca. 4 Minuten):

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